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Husumer Nachrichten

18. Dezember 2017 | 12:16 Uhr

Tönning : Keine neue Regelung am Hafen

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Anlieger der Oberen Hafenstraße bleiben ohne Privilegien / Polizei möchte einige Park-Verbotszonen verschärfen

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 08:16 Uhr

Tönning | Die Anwohner der Oberen Hafenstraße hatten die für sie geltende Ausnahmeregelung anwaltlich angefochten, eine neue Regelung aber nicht angenommen (wir berichteten). Zur jüngsten Sitzung des Tönninger Verkehrsausschusses waren denn auch ein Dutzend Anwohner aus diesem Bereich gekommen, um sich über die veränderte Situation (dort gilt nun auch das Park-verbot) Luft zu machen und möglicherweise eine Veränderung zu erfahren. "Wenn sich da nichts ändert, müssen wir eben Parkraum auf unseren Grundstücken schaffen, aber das sieht bestimmt nicht hübsch aus", bemerkte ein Anwohnerin. Ein anderer monierte, dass jetzt die Straße für den Durchgangsverkehr ausgenutzt werde. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, wieso denn am Hafen bezahlt werden müsse, anderswo in der Stadt aber nicht.

Bürgermeister Frank Haß rekapitulierte die Fakten: "Wir hatten eine Ausnahmeregelung für die Obere Hafenstraße, die eigentlich gar nicht rechtens war, denn ein spezielles Anwohnerparken ist nur dann erlaubt, wenn nicht genügend Parkraum zur Verfügung steht, und davon kann am Hafen keine Rede sein. Doch wollten wir den Anwohnern entgegenkommen, und haben deswegen diese Regelung getroffen." Diese sah vor, dass die Anlieger der Oberen Hafenstraße (wie auch auf dem Marktplatz) eine Jahreskarte erwerben konnten, die zum Parken in ihrer Straße berechtigte. Dagegen gingen einige Anwohner per Anwalt vor. Die Stadt bot daraufhin an, die Gebühr von 102 Euro auf 30 Euro zu senken, was jedoch vom Anwalt der Anlieger abgelehnt wurde. Daraufhin mon-tierte der Bauhof die speziellen Anwohnerparken-Schilder ab, so dass jetzt auch in der Oberen Hafenstraße wieder ein Parkverbot gilt. Eine gebührenpflichte Parkzone könne überall dort eingeführt werden, so Bürgermeister Haß weiter, wo sich touristische Schwerpunkte befänden. Die Parkgebühren waren eingeführt worden, um die Kosten für die Sanierung des Schwimmbads wenigstens zu einem Bruchteil aufzufangen.

Um überhaupt zu einer Lösung zu kommen, stellte die CDU-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag, in dem die erste Regelung wieder hergestellt werden sollte, dazu eine Verkehrsführung als Einbahnstraße (Richtung Schifferhaus). Dafür fand sich keine Mehrheit, ebenso wenig für einen Antrag der SPD-Fraktion, dort das Parkverbot zu belassen und die Einbahnstraße in umgekehrter Richtung zu führen. Es bleibt also so, wie es derzeit ist.

Damit die Kinder, die per Auto zur Gemeinschaftsschule gefahren werden, gefahrlos ein- und aussteigen können, steht dafür jetzt in der Wolliner Straße (in Höhe des ehemaligen Altersheims) Platz zur Verfügung. Zwischen 7 und 16 Uhr haben dort Autos für ein- und aussteigende Kinder Vorrang. Eine Zuweung zur Schule wird nach den Worten des Bürgermeisters gerade hergerichtet.

Das neu geplante Gewerbegebiet an der Friedrichstädter Chaussee schätzen die potenziellen Interessenten positiv ein, so Haß zu diesem Tagesordnungspunkt, "aber es gibt noch keinerlei Entscheidungen". Von der Tönninger Polizei wurde angeregt, einige Parkverbotszonen zu verschärfen, da es in der Fischerstraße, der Johann-Adolf-Straße und im Herrengraben immer wieder zu kritischen Situationen komme.

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