Deichbau geht weiter : Kein Lkw-Verkehr zwischen Häusern

Nur  durch einen Bauzaun getrennt, sind die Pressarbeiten vor den Restaurants  zu beobachten.
Nur durch einen Bauzaun getrennt, sind die Pressarbeiten vor den Restaurants zu beobachten.

Am 1. April geht es mit der Deicherhöhung auf Nordstrand weiter. Der Handels- und Gewerbeverein bietet dann erneut Baustellenführungen an. Den Anwohnern sollen möglichst wenige Belastungen zugemutet werden, daher wird es keine Lkw-Fahrten zwischen den Wohnhäusern geben.

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14. März 2014, 16:00 Uhr

Seit Jahresbeginn sind bereits die ersten vorbereitenden Schritte für die Fortsetzung der Deicherhöhungs-Maßnahmen auf Nordstrand in vollem Gang, die am 1. April starten sollen . „Wir werden dann parallel an zwei Baustellen arbeiten, eine im nördlichen Bereich vom Norderhafen, die zweite im südlichen vor dem Norderhafen“, erläutert Diplom-Ingenieur Bernd Waclawek, Projektleiter des ausführenden Unternehmens Wasserbau Meister. Der Sand wird, wie im vergangenen Jahr praktiziert, mit Schuten an die Bedarfs-Anlegestelle herangebracht. Durch Spülleitungen soll er dann zu den Baustellen weiter geschickt werden. Vor den Restaurants „Zur Nordsee“ und „Halligblick“ sind inzwischen die meisten Spundwandbohlen für die Glaswände eingepresst worden. Parallel dazu ist im südlichen Bereich eine Auffahrrampe für Baumaschinen und Fahrzeuge geschaffen worden.

„Wir wollen den Anwohnern möglichst geringe Belastungen zumuten. Das Geschehen spielt sich allein hinter dem Deich ab. Es wird keinen Lkw-Verkehr zwischen den Häusern geben“, so der Projektleiter. Die Straße wird ab Kiefhuck im Norden bis zu den Parkplätzen der Restaurants, so Bürgermeister Werner-Peter Paulsen, ohnehin für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Nur Anlieger können mit Autos zu ihren Domizilen gelangen. Die Bewohner sind bereits in persönlichen Gesprächen informiert worden. Zu deren Sicherheit hat ein unabhängiges Ingenieur-Büro eine Bestandsaufnahme der Häuser vorgenommen. Während der gesamten Bauphase werden sie regelmäßig untersucht. Erschütterungsmelder sind installiert. „Wir sind froh, dass wir nun endlich den seit Jahren angemahnten sicheren Deich bekommen“, so der Bürgermeister. Übrigens, im Bereich der Holzbrücke, die vom Deich in die Kurzone führt, wird der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) eine Aussichtsplattform installieren. Zur Zeit ist die Brücke aber noch gesperrt. Interessierten soll damit ein direkter Blick auf die Baustelle gewährt werden, denn ansonsten wird der Bereich mit Zäunen gesichert. „Da darf aus versicherungstechnischen Gründen niemand rein“, so der Gemeinde-Chef.

Das „Heute-schon-Deich-Geguckt-Team“ mit dem ersten Vorsitzenden des Handels-, Gewerbe- und Vermietervereins (HGV) Nordstrand, Ralph Betzgen, wird in Absprache mit dem LKN auch wieder Baustellenbesichtigungen anbieten. Die Erfahrung habe gezeigt, dass viele Touristen, aber auch Einheimische, daran interessiert gewesen sind. Auf der Homepage gibt es regelmäßig aktuelle Fotos und Informationen vom Baufortschritt. Info: www.heute-schon-deich-geguckt.de.

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