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Informationen für Bürger : Kein Bordell an der Promenade

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde St. Peter-Ording stellte den neuen Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Strandpromenade und der Straße Im Bad vor. Es war die zweite Runde, in der sich Bürger zu Wort melden konnten.

In St. Peter-Ording werden derzeit die Bebauungspläne überarbeitet. Entsprechend groß war das Interesse an der Öffentlichkeitsbeteiligung zum B-Plan Nr. 13 für das Gebiet zwischen Strandpromenade sowie den Straßen Am Kurbad und Im Bad, einem der Filetstücke in der Gemeinde. Dort gibt es viele Läden, Hotels, Pensionen, Apartmenthäuser und Restaurants.

Stadtplaner Helmut Reggentin aus Zarpen stellte den Entwurf im Dünen-Hus vor, der von jedermann bis Ende August im Bürgerbüro im ehemaligen Rathaus eingesehen werden kann. Sowohl die Einwände und Anregungen der Bürger als auch die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Bedenken werden anschließend im Bauausschuss beraten. Danach liegt der Plan erneut einen Monat lang aus. „Danach“, so erläuterte der Planer den Werdegang, „erfolgt der Satzungsbeschluss und dann wird dies in der Zeitung bekanntgemacht. Danach besteht dann Baurecht.“

Auf der Leinwand führte er dann den Ursprungsplan von 1974 ebenso vor wie eine aktuelle Luftbildaufnahme des betreffenden Gebietes. Seinen dann folgenden Vortrag überschrieb der Planer mit den Worten „Maß der Nutzung“. Die Kreisverwaltung hatte in seiner Stellungnahme dazu mitgeteilt „...keine großflächigen Einzelhandelsbetriebe“. „Diese“, so Reggentin, „beginnen oberhalb einer Größenordnung von 1200 Quadratmetern und verbieten sich von selbst.“ Gelegentlich ergaben sich im Verlaufe der Aussprachen auch heitere Momente – beispielweise an jener Stelle, als Planer Reggentin zu einem Einwohner sagte: „Wir wissen ja nicht, was Sie planen.“ Spontane Antwort des Bürgers: „Kommen Sie einfach nachmittags zum Tee zu mir – dann kann ich Ihnen das erzählen.“ Zwei kritische Fragen gab es zu einer in dem betreffenden Gebiet angedachten Tiefgarage. Bürgermeister Balsmeier signalisierte dazu: „Wir stellen immer wieder fest, dass Parkplätze in Relation zu den Wohnungen nicht immer in Einklang stehen. Insofern wäre eine Tiefgarage durchaus sinnvoll. Aber – ich sage das hier nochmal deutlich – beschlossen ist noch nichts.“

Dann erläuterte Reggentin die Vorschläge für die einzelnen Festsetzung für das Ladengebiet, das Sondergebiet Hotel und das Kerngebiet. Dort sind Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude ebenso zulässig wie Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften – außerdem Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke und auch Dauerwohnungen. Ausdrücklich wird dann aber auch formuliert: „Vergnügungsstätten sowie Erotikbetriebe wie Bordelle, bordellartige Betriebe, Nachtbars, Sex-Shops, Swinger-Clubs, Videokabinen, Table-Dance-Betriebe sind nicht zulässig.“

Festgelegt wurden auch die Höhe der baulichen Anlagen, Geschossflächenzahl, Bauweise und der prozentuale Anteil der erlaubten zu bebauenden Grundflächenzahl auf den jeweiligen Grundstücken.

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