Kaum zu glauben: Juni zu trocken und zu kühl

Mai war zu nass und zu kühl – jetzt hoffen die Sonnenhungrigen auf Juli und August

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06. Juli 2015, 14:58 Uhr

Der Juni 2015 brachte auch ein paar Sommertage, fiel aber teilweise doch recht kühl, ja gefühlt bisweilen sogar richtig kalt aus. Vor allem brachten die vier Wochen nach dem (sogenannten) Wonnemonat Mai vor allem eines: große Trockenheit. In den ersten beiden Juni-Wochen bestimmte meist Hochdruckeinfluss unser Wetter, und es blieb von wenigen Ausnahmen abgesehen überwiegend trocken.

Erst in der zweiten Monatshälfte wurde es wechselhafter, und zeitweise fiel auch etwas Regen. Insgesamt kamen aber mit 46,7 Litern pro Quadratmeter nur 65 Prozent des langjährigen Mittels zusammen. Am meisten Niederschlag gab es dabei mit 13,9 Litern am 13. Juni. Der Monat begann kühl, wenige Tage später gelangte dann aber auf der Vorderseite von Tief „Lothar“ sehr warme Luft zu uns. So stiegen die Temperaturen bereits am 5. Juni auf den Höchstwert des Monats von 25,6 Grad.

In der Folge kühlte es zunächst wieder deutlich ab, bevor die Temperaturen vom 9. Juni an bei viel Sonnenschein wieder anstiegen. Aber auch diese sommerliche Episode war leider nicht von Dauer, denn die „Schafskälte“ zeigte sich in diesem Jahr in recht deutlicher Form und sorgte zum 14. Juni für einen Kälterückfall. Nachfolgend blieben die Werte im Keller, am 24. Juni wurden tagsüber nur 13,8 Grad erreicht. Erst in den letzten Juni-Tagen konnte sich wieder wärmere Luft durchsetzen. Die mittlere Temperatur lag im Juni bei 13,7 Grad und damit um 0,9 Grad unter dem langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Die Sonne zeigte sich vor allem in der ersten Hälfte und zum Monatsende hin häufig. Insgesamt wurden 197 Stunden Sonnenschein registriert, was ungefähr dem Klimamittel entspricht.

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