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Tourismus auf Eiderstedt : Katharinenheerd bleibt Verbund treu

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde bleibt Mitglied der Lokalen Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/ Eiderstedt. Bürger hatten den Nutzen der Mitgliederschaft in der Marketing-Organisation hinterfragt.

Es grummelt auf Eiderstedt, was die Lokale Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt (LTO) betrifft. Nicht nur in Norderfriedrichskoog fragen Einwohner, welchen Nutzen die Vermieter eigentlich von der Mitgliedschaft hätten, für die die Gemeinde bezahlt. Auch in Katharinenheerd war es Thema in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung, nachdem Bürger des Dorfs sich kritisch geäußert hätten, wie Bürgermeister Dieter Heisterkamp (KWK) erklärte. Er hatte eine Fachfrau eingeladen: die LTO-Managerin Constanze Höfinghoff, die auch stellvertretende Tourismusdirektorin von St. Peter-Ording ist. Nach ihrem ausführlichen Vortrag über die Aufgaben und Bedeutung der LTO gab es keine Zweifel: Alle sechs anwesenden Gemeindevertreter stimmten für einen Verbleib in der LTO.

„Es ist für alle Eiderstedter Städte und Gemeinden von besonderer Bedeutung, auf dem Gebiet des Tourismus eng zusammenzuarbeiten und gemeinsam die Wertschöpfung hieraus zu generieren“, betonte Constanze Höfinghoff. Als Beispiel nannte sie das gemeinsame Gastgeberzeichnis, in dem alle Ferien-Quartiere der Vertragspartner auf der Halbinsel und in Friedrichstadt gelistet sind. Das mehr als 200 Seiten starke Ferienmagazin ist in diesem Jahr unter der Federführung der St. Peteraner Tourismuszentrale (TZ) in einer deutlich gesteigerten Auflage von 50  000 Exemplaren erschienen. Es wird Interessenten aus dem Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zugeschickt und auf Messen präsentiert. Außerdem werde Marktforschung betrieben, um durch angepasste Strategien Touristen zu gewinnen und zu binden. Ein neuer Internetauftritt, der den gesamten Kooperationsraum umfasst, sei in Arbeit und werde voraussichtlich im nächsten Frühsommer fertig gestellt sein. An den Kosten hierfür muss sich Katharinenheerd in diesem Jahr einmalig mit 500 Euro beteiligen. Er wird zusätzlich zum einheitlichen Jahres-Beitrag von 2100 Euro erhoben. Weitere rund 350 Euro hat die Gemeinde regelmäßig als Umlage für die Nordsee-Tourismus-Service GmbH aufzubringen.

„Uns interessiert, ob wir jedes Jahr mit höheren Beiträgen rechnen müssen?“, fragte der Stellvertreter des Gemeinde-Chefs, Peter Burmeister (KWK), was die Vortragende zumindest bis zum Auslaufen des jetzigen Vertrages, Ende 2017, ausschloss. Danach sei es das Ziel, aus Gründen der Planungssicherheit mit den Partnern Fünf-Jahresverträge zu schließen. Um die Transparenz der LTO-Vorhaben zu steigern, wird im September eine Informationsveranstaltung für alle Lokalpolitiker der Halbinsel statt finden.

Begeleitet wurde die Tourismusexpertin von ihrer Marketingassistentin Damaris Krebs. Ihre Aufgabe ist es, in der ländlichen Region der Halbinsel die „Schätze“ zu suchen, die den Charakter der Dörfer bestimmen. Die gewonnenen Informationen hierüber sollen in die neue Homepage einfließen.


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