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Schüler-Kampagne : Kampf gegen Mobbing ein Gesicht geben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Opfern helfen statt wegsehen: Unter dem Titel „Stark gegen Mobbing“ haben Theodor-Storm-Schüler eine groß angelegte Plakat-Kampagne gestartet, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.

„Mobbing hat hier nichts zu suchen.“ Oder: „Heute schon gemobbt? Im Keller ist noch Platz.“ Das sind nur zwei der in roten Lettern auf Plakaten prangenden Sätze, die bald jedem Besucher der Theodor-Storm-Schule (TSS) ins Auge springen. Daneben sind Schülerinnen oder Schüler abgebildet, die mit abwehrender Haltung und ernstem Blick für die jeweilige Botschaft einstehen.

Schon länger wollte die Schülervertretung (SV) des Gymnasiums ein soziales Projekt auf die Beine stellen. „Die andauernde Mobbing-Debatte in den Medien war letztendlich wegweisend und Anlass für unsere Kampagne ,Stark gegen Mobbing‘“, sagt Brian Zube von der SV. Daher rief das Gremium die Mitschüler dazu auf, sich mit ernster oder wütender Mine fotografieren zu lassen. Mehr als 60 von ihnen ließen sich ablichten, um die Initiative zu unterstützen und klarzustellen, dass sie Mobbing nicht dulden.

Die Kampagne soll das Thema ins ständige Bewusstsein der Schüler rücken – damit nicht weggesehen, sondern Mobbing-Opfern geholfen wird. Das Gymnasium ist sicherlich kein Brennpunkt in Bezug auf dieses Problem. Dennoch versuchen die Schüler mit Hilfe des Projekts Mobbing möglichst komplett aus der Schule und ihrem Umfeld zu verbannen. Das schließt jede Form von Mobbing mit ein, ob physisch, verbal oder medial.

„Wir wollen zeigen, dass freie Mediennutzung in der Schule für uns mit sozialem Engagement gegen Mobbing einhergeht“, sagt Michael Schröder vom Social-Media-Team der SV. Denn durch die Entwicklung der Neuen Medien häufen sich international die Fälle, in denen über soziale Plattformen im Web anonym der Ruf von Personen weitreichend geschädigt wird. Das ist auch eines der Argumente, die die Befürworter des sogenannten Medienverbots an der TSS hervorbringen. Dennoch sei die Kampagne „Stark gegen Mobbing“ nicht bewusst aufgrund der anhaltenden Debatte um das Verbot ins Leben gerufen worden. „Den Befürwortern des ,Medienverbots‘ wird dadurch vielleicht nur klar, dass das Problem von uns wahrgenommen wird.“

Über eben diese Neuen Medien werden die Plakate verbreitet. So werden die Schüler und ihre Freunde auch dort erreicht, wo die aktuelle Medien-Diskussion ihren Ursprung hat. Die Kampagne setzt ein deutliches Zeichen gegen Mobbing. Dabei verbreitet sie nicht das Gedankengut Außenstehender, sondern das der Schüler in ihren eigenen Worten – Statements, die authentisch sind und ganz ohne erhobenen Zeigefinger auskommen.

Weitere Infos und die Plakate sind unter www.tss-sv.de/mobbing zu finden.


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erstellt am 13.Sep.2013 | 07:00 Uhr

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