Happy End für Actionkamera : Kamera auf Süderoog angespült – Besitzer in England gefunden

Eins der letzten Bilder von der Küste Englands – danach machte sich die Kamera auf eine lange Reise.

Eins der letzten Bilder von der Küste Englands – danach machte sich die Kamera auf eine lange Reise.

Der junge William aus Hull hatte die Kamera 2016 zu Weihnachten bekommen – dieses Jahr dann wohl zum zweiten Mal.

shz.de von
05. Dezember 2017, 12:21 Uhr

Süderoog | Die Suche über das Internet, die Kontaktaufnahme zu Freunden der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf Sylt, sowie die Suche in englischen Medien brachten den Erfolg: Nach zwölf Tagen meldete sich am Montagabend der Vater des jungen William aus dem englischen Hull über Facebook bei Nele Wree und Holger Spreer auf der Hallig Süderoog. Ein Freund hatte in der Zeitung „The Guardian“ von der Suche gelesen und ihn benachrichtigt.

Sohn William hatte seine Actionkamera, die er vor einem Jahr zu Weihnachten bekam, am 1. September bei einem Strandbesuch in Thornwick Bay an der Ostküste Englands verloren. Von der noch funktionstüchtigen Kamera festgehalten, holte sich die Flut das in einem Schutzbehälter steckende Gerät. Fast zwei Monate lang trieb die Kamera daraufhin durch die Nordsee und legte dabei 600 Kilometer bis zur Hallig Süderoog zurück. Dort entdeckte sie der Vater von Holger Spreer – Roland Spreer (67) – am 2. November bei einem Spaziergang an der Küste von Süderoog.

Die Kamera und der Schutzbehälter auf dem Tisch im Pesel.
Wree/Spreer
Die Kamera und der Schutzbehälter auf dem Tisch im Pesel.

William habe sich über den Verlust der Kamera sehr geärgert und sei nun völlig von den Socken, schrieb sein Vater in einer weiteren Nachricht.

„Weihnachten 2017 bekommt William seine Kamera nun wohl nochmals auf den Gabentisch“, freuen sich Nele Wree und Holger Spreer nun. Beide sind Angestellte des Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), junge Eltern und leben auf Süderoog. Sie hoffen nun, William und seine Eltern bald einmal in Nordfriesland begrüßen zu können. Eine Einladung haben sie schon ausgesprochen. Der besondere Dank des Paares gilt Christian Koprek und den Seenotrettern der DGzRS für die Unterstützung sowie Armin Klos. Letzterer hatte mit Vergleichsfotos auf der Facebookseite Süderoogs die Identifizierung des fraglichen Küstenabschnittes ermöglicht.

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