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Viertägige Leistungsschau : Kaleidoskop der nordfriesischen Kulturszene

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Vorbereitungen auf das Kultur-21-Festival in Husum sind fast abgeschlossen: Am Donnerstag, 25. September, wird das Großereignis im Nordsee-Congress-Centrum eröffnet.

Endspurt! Die Vorbereitungen für das Kultur-21-Festival im Nordsee-Congress-Centrum (NCC) laufen auf Hochtouren. Kein Wunder, denn schon am Donnerstag, 25. September, fällt der Startschuss für das viertägige Großereignis, das unter Beweis stellen möchte, wie vielfältig und abwechslungsreich die nordfriesische Kunst- und Kultur-Szene ist.

Seit Mitte September sind insgesamt 17 Mitarbeiter mit den Aufbauarbeiten beschäftigt. Johanna Jürgensen, Projektleiterin und Geschäftsführerin der Stiftung Nordfriesland, ist mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. „Alle sind motiviert, und wir sind im Zeitplan“, sagt sie. Dennoch drängt die Zeit, denn schon heute Abend muss alles fertig sein.

„Westkunst I“ lautet der Titel einer Kunstaustellung, die im ersten Jahr den Schwerpunkt des Festivals bilden soll. Kuratiert wurde sie vom stellvertretenden Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums, Dr. Thomas Gädeke. Am Dienstag, 23. September, haben er und seine Mitstreiter die rund 140 Werke von 69 Künstlern im Foyer des NCCs aufgehängt beziehungsweise aufgestellt.

Auch die sogenannten NF-Boxen finden sich an dieser Stelle des Gebäudes. Unter dem Motto „Wie viel Nordfriesland passt in eine Box?“ konnten Künstler dafür eigene Vorschläge machen, über die dann im Internet abgestimmt wurde. Drei der vier vorgesehenen Boxen waren gestern bereits installiert. Nur die Technik fehlte noch.

So muss eine der Telefonzellen-großen Boxen, die von der Malerin Gesche Nordmann aus den Reußenkögen gestaltet wurde und ein Husum-Motiv zeigt, mit Schwarzlicht ausgeleuchtet werden. Erst dann können die Besucher erleben, wie das Bild, das dafür eigens in speziellen Farben gemalt wurde, allmählich vom Tag- auf den Nacht-Modus übergeht. Gleich neben den Nordfriesland-Boxen, für die ein separater Raum am Rande der Kunstausstellung geschaffen wurde, steht ein auffälliger Wohnwagen, den die Künstlerin Hilke ther Straten gestaltet hat und der nicht von ungefähr an die Zeit der Flower-Power-Bewegung erinnert. Hier soll es in den Festival-Tagen auch so manches Interview geben.

Nebenan – in der Messehalle – wurde unterdessen das Raumkonzept von Birte Schröder realisiert. Die Studentin der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel konnte sich mit ihrer Raum-Inszenierung gegen zehn Kommilitonen durchsetzen, die ebenfalls Gestaltungskonzepte für die Messehalle aus Anlass des Kultur-21-Festivals vorgelegt hatten. Schröders Entwurf, der zugleich Thema ihrer Bachelor-Arbeit war, überzeugte die Jury auch deshalb, weil er sich angesichts des begrenzten Festival-Budgets sowohl organisatorisch als auch finanziell am ehesten realisieren ließ. „Dennoch hat die Umsetzung viel Zeit gekostet“, berichtet Projektmanagerin Mona Jacobsen.

Auch den „Markt der Möglichkeiten“ finden die Besucher in der Messehalle. Und auch er nimmt allmählich Gestalt an. „Dieser Markt soll nicht nur Ausstellungs-Charakter haben. Er soll den Besuchern auch Möglichkeiten zum Mitmachen bieten“, erläutert Jürgensen.

Die Marktbühne, auf der von Freitag, 26. September, bis Sonntag, 28. September, ein abwechslungsreiches Programm geboten wird, ist ebenfalls so gut wie fertiggestellt. Hier sind nur noch einige wenige Handgriffe nötig. Von Zirkus bis Zumba wird hier für jeden Geschmack etwas dabei sein, verspricht das Festival-Team.

Am Mittwoch, 24. September, und Donnerstag, 25. September, geht es dann mit Hochdruck an den Feinschliff. Und Johanna Jürgensen wagt schon einmal den Blick voraus: „Ich bin sicher, dass dieses Festival den Besuchern gefallen wird.“ Und mit dieser Prognose steht sie nicht allein da. Damit das Unterfangen „Kultur-21-Festival“ gelingt und vielleicht sogar eine Neuauflage erfährt, werden sich nicht weniger als 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aktiv daran beteiligen.

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erstellt am 24.Sep.2014 | 07:30 Uhr

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