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Eiderstedter Frauen-Power : K-Bund gewinnt haushoch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit 90 Meter Vorsprung beendet Siegerteam das Zeitungspokalboßeln der Husumer Nachrichten. B-Pokal geht an den Eiderbund. Und die Mannschaft von Tetenbüll holt mit 287,3 Metern den Weiten-Pokal.

Freudestrahlend lagen sich Henrike Johannsen, Darleen Spiegel und Steffi Reigardt in den Armen, denn nach dem letzten von insgesamt sechs Würfen war klar: Das Trio aus Tetenbüll hatte beim Boßeln um den Weiten-Pokal der Husumer Nachrichten mit sechs Würfen die 375 Gramm schwere Kugel aus Holz und Blei 287,3 Meter weit geworfen und das mit Abstand beste Ergebnis erzielt. Damit knüpfen sie an den Erfolg ihres Vereins im Vorjahr an. Den A-Pokal beim Zeitungsboßeln sicherte sich das Team des K-Bundes, der B-Pokal ging an den Eiderbund.

Um diese beiden Trophäen wetteiferten zwölf Mannschaften am Deich von St. Peter-Böhl in zwei Leistungsgruppen. „Das Wetter ist für unseren Sport optimal“, freute sich Christel Brandt, die zweite Vorsitzende des ausrichtenden BV Eiderbund angesichts strahlenden Sonnenscheins und einer frischen Brise. Auf den rund 500 Metern langen Bahnen absolvierte jede Mannschaft fünf Feldkämpfe gegen die sechsköpfigen Teams der konkurrierenden Vereine. Begleitet wurden sie dabei von Schlachtenbummlern, Helfern und Fahnenweisern. Diese feuerten die jeweilige Werferin lautstark an und schwenkten die Vereinsfahne, um die erhoffte Weite und Flugrichtung anzuzeigen. Jubel, Applaus und anerkennende Bemerkungen waren der Lohn für gute Würfe. Groß war mehrfach auch die Freude, wenn eine „verirrte“ Boßel außerhalb der Bahn im angrenzenden Schilf wiedergefunden wurde. Dazu setzten Helfer sogar einen Metalldetektor ein. Nachdem in den einzelnen Feldkämpfen jede Teilnehmerin zwei Würfe absolviert hatte, entschied am Ende der mit dem Maßband ermittelte Vorsprung über den Sieg oder die Platzierung. So war es auch bei den beiden Erstplatzierten in der A- und in der B-Gruppe, die alle nur eine Begegnung verloren hatten und somit punktgleich waren.

Als Handicap erwies sich das geschnittene Gras, das den Boden des Wettkampfgeländes bedeckte. „Es stört beim Anlauf und lässt die Boßel nicht so gut ausrollen“, bemerkte Heinke Otto, eine der beiden Vorsitzenden des Unterverbands der nordfriesischen Fruunsboßelvereine, die anstelle ihrer verletzten Tochter Kathrina die Mannschaft von „Liek ut Röms“ verstärkte. Während der Siegerehrung dankte sie der Vorsitzenden der Gastgeber, Angelika Frauen, und ihrem Team für die Vorbereitung und die Organisation des Turniers. „Das war der perfekte Rahmen für einen spannenden Ablauf.“ Beeindruckt von den gezeigten Leistungen war auch der neue Amtsvorsteher, Christian Marwig. Er überbrachte die Grüße des Amtes und freute sich darüber, dass so viele junge Frauen Spaß am Traditionssport haben. Zu den weiteren Ehrengästen gehörten der Bürgermeister von Welt, Dirk Lautenschläger, und der Gemeindechef von Vollerwiek, Volker Holdack. Die Vorsitzende des Landesverbands, Maren Reigardt, nahm aktiv am Geschehen teil. Der Chef des Unterverbandes Eiderstedter Boßler, Fiete Clausen, gehörte zu den Zuschauern. Mit einer Erinnerungsurkunde für jeden Verein und einem mehrfachen „Lüch op“ endete die Veranstaltung.

Die Ergebnisse: A-Pokal: 1. K-Bund (+ 284,45 Meter) 8:2 Punkte, 2. Rödemis (+ 194,35) 8:2 Punkte, 3. Oldenswort (+ 69,4) 6:4 Punkte, 4. Tetenbüll (+ 23,2) 4:6 Punkte, 5. Simonsberg (- 69,3) 4:6 Punkte, 6. Witzwort (- 429,1) 0:10 Punkte; B-Pokal: 1. Eiderbund (+ 235,6) 8:2 Punkte, 2. Tating (+ 116,9) 8:2 Punkte, 3. Koldenbüttel (+ 74,2) 6:4 Punkte, 4. Uelvesbüll-NF-Koog (- 29,6) 4:6 Punkte, 5. Garding (- 89,) 4:6 Punkte, 6. Mildeburg (- 308) 0:10 Punkte; Weitenpokal: 1. Tetenbüll (287,3), 2. Rödemis (267,), 3. Oldenswort (264,4), 4. Mildeburg (252,8), 5. Tating (245,1), 6. K-Bund (243,7), 7. Uelvesbüll-NF-Koog (241,1), 8. Witzwort (228,8), 9. Simonsberg (223,2), 10. Eiderbund (217), 11. Koldenbüttel (213,5), 12. Garding (211,9).



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