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Bühne frei für den Nachwuchs : Junges Talent aus St. Peter-Ording

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die elfjährige Anna Hoppe erringt bei der Show Spotlight im Dünen-Hus den dritten Platz. Künftig wird der Wettbewerb im Sommer stattfinden, um mehr Publikum anzulocken.

Mit einem neuen Konzept ging die Castingshow „Spotlight“ im Dünenhus in St. Peter-Ording in die zweite Runde. Statt wie bei der Premiere im vergangenen Jahr an zwei Nachmittagen stellten sich 16 Showtalente in drei Stunden der Jury und dem Publikum, dessen Urteil zu 50 Prozent zählte. „Wir haben uns kurzfristig dazu entschlossen, weil zunächst nur wenige Anmeldungen eingegangen waren. Dass dann doch noch so viele ins Rennen gingen, hat uns sehr gefreut“, so Janina Domann, die die Veranstaltung mit ihrem Team von der Tourismus-Zentrale (TZ) St. Peter-Ording organisierte.

Event-Manager und Mitinitiator Markus Arendt führte gewohnt locker durch das Programm. Das Publikum war begeistert, ging mit, zollte jedem reichlich Beifall und stimmte fleißig ab. Während aller Beiträge herrschte Ruhe. „Ich war ganz schön nervös und nicht alle Töne haben hingehauen, aber die Zuhörer haben so toll mitgemacht, dass es nur Spaß gemacht hat auf der Bühne zu stehen“, berichtete Nadine Friedrich aus Husum. Die 27-jährige hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt als Sängerin. Ihre Interpretation des Ohrwurms „Love me like you do“ von Ellie Goulding riss mit.

Die Qual der Wahl hatte die dreiköpfige Jury. Mit in der Richter-Runde saßen erneut Janina Domann (TZ), Meike Arendt (Profi-Tänzerin) und, zum ersten Mal, Ove Ketels, musikalischer Leiter des Shanty-Chors „Die Strandräuber“. Erlaubt war alles, von Musik, über Tanz, Akrobatik, bis hin zur Stand-Up-Comedy. Eine Altersbeschränkung gab es nicht. Die Teilnehmer mussten auch nicht aus Nordfriesland kommen. Neben Gesangsbeiträgen faszinierten diverse Tanzgruppen, aber auch Ausnahmetalente wie Janina Grafe aus Kaltenkirchen mit Einrad-Nummern. Mucksmäuschenstill war es, als die elfjährige Anna Hoppe aus St. Peter-Ording „Für Elise“ und „Rondo al la Turka“ von Ludwig van Beethoven am Klavier interpretierte. Die Stücke widmete sie ihrem vor wenigen Tagen verstorbenen Vater. Großen Respekt erntete sie nicht nur wegen des perfekten Spiels, sondern weil sie trotz der tragischen Umstände teilnahm. Die „Devils-Kids“ aus St. Peter-Ording hatten ihr Heimspiel und lieferten eine rasante Kombination aus Hip-Hop und Breakdance ab. Der 13-jährige Dominik Ganser aus Hamburg beeindruckte ebenfalls als Breakdancer. Die Choreographie hatte er selbst erarbeitet. Den stärksten Beifall heimste die Kieler Truppe „Just us feat. Tribal Soul“ ein. Die Juroren vergaben für die eigens einstudierte Show durchweg die höchste Punktzahl, die Zehn. Das Publikum sah es nicht anders. Die Truppe belegte den ersten Platz, Dominik Ganser den zweiten und Solo-Pianistin Anna Hoppe den dritten.

„Ihr seid alle Sieger“, tröstete der Moderator diejenigen, die nicht zu den Ersten der Ersten gehörten. „Es war nicht immer einfach, fair zu urteilen, aber es war ein tolles Erlebnis verschiedene Talente zu erleben“, meinte Ove Ketels. Alles, waren sich Janina Domann und Meike Arendt einig, sei bühnenreif gewesen. „Eigentlich hätten viel mehr Leute hier sein müssen“, urteilte Urlaubsgast Martin Callsen aus Hannover. Genau aus dem Grund, verkündete der Moderator, werde die nächste Castingshow im Sommer steigen.




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