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Ohne Trainingsfleiss kein Preis : Junge Sportler auf dem Weg an die Spitze

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ehre, wem Ehre gebührt: Taekwondo-Sportlerin Mirelle Lefort (12) und Volleyballer Marten Ketelsen (16) sind beim TSV Husum 1875 als Sportler des Jahres ausgezeichnet worden. Die Nachwuchstalente können bereits mit einigen überregionalen Erfolgen aufwarten.

Sie trainieren zwar nie zusammen, haben aber etwas gemeinsam: Mirelle Lefort (12) aus Rantrum und der Bordelumer Marten Ketelsen (16) können sich nun eine Trophäe mehr ins Regal stellen. Die
Taekwondo-Sportlerin und der Volleyballer, der auch die Beach-Variante spielt, sind im TSV Husum 1875 zu Sportlern des Jahres gekürt worden. Die beiden verdienten sich diese Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen und besonderen Trainingsfleiß, wie es auf der Jahreshauptversammlung des TSV hieß.

Taekwondo? Eher eine in diesen Breitengraden exotische Sportart. Dass Mirelle sie kennen und lieben lernte, dafür ist ihr Vater verantwortlich. Mit sieben Jahren begleitete die Tochter Andreas Lefort zum Training und zu seinen eigenen Kämpfen. Als sie acht war, fing er an, die Kleine zu trainieren – seit 2010 ist sie nun Mitglied der TSV-Taekwondo-Gruppe Seahawks. Drei Mal die Woche übt Mirelle – mit ihren zwei Brüdern – die Feinheiten der koreanischen Kampfkunst, bei der es hauptsächlich um Dynamik und Schnelligkeit geht. Dass das Talent ihr anscheinend in die Wiege gelegt wurde, bestätigen die großen Erfolge: 2011 gewann sie bei den Landesmeisterschaften in Kaltenkirchen, ein Jahr später das Bundesranglistenturnier Bavaria Open und die Internationale Hamburger Meisterschaft. Bei ihrem ersten Landeskadereinsatz, ebenfalls 2012, kam sie in Sindelfingen auf den zweiten Platz. Vor wenigen Tagen erst belegte sie den dritten Rang beim Offenen Hessencup in Saalmünster.

Manchmal sei es schon ein bisschen schwer, Training und Schule unter einen Hut zu bringen, sagt die kleine Kämpferin. „Aber mit Hilfe meiner Eltern und meiner Oma, die mich bei der Lernarbeit unterstützen, kriege ich das schon geregelt.“ Wenn ihr neben dem Sport noch Zeit bleibt, trifft sie sich mit ihren Freunden oder spielt mit ihren Haustieren. Mirelle möchte sich für die Deutschen Meisterschaften in der Jugend qualifizieren und strebt dort einen Platz auf dem Siegertreppchen an.

Der andere Sportler des Jahres, Volleyballer Marten, hat eigentlich mit sechs angefangen: im Garten mit dem Papa. Mit neun Jahren trat er dem TSV bei, wo man schnell sein Talent erkannte. Auch der Hermann-Tast-Schüler trainiert drei Mal pro Woche – und dabei einmal in der Beachvolleyball-Halle in Kiel. Sein bislang größter Erfolg war das Landesmeisterschafts-Triple: in den Altersklassen U 17, U 18 und sogar U 19. Im Bundespokal holte er sich den dritten Platz. Sollte Marten neben dem Training noch Zeit finden, erholt er sich beim Sport. Tischtennis und seit Neuestem auch Golf stehen auf seiner Liste. Sein Beachvolleybal-Partner, Momme Witthüüs, hat Bundeskader-Status. Auch Marten wurde schon gesichtet, ist mit seinen 1,80 Metern jedoch zu klein – zu seinem Bedauern.

Beruflich könnte er sich durchaus eine Profi-Karriere als Volleyballer vorstellen. „Ich hätte nichts dagegen, wenn ein Verein anfragen würde“, sagt er lächelnd. Vielleicht studiert der 16-Jährige nach dem Abitur auch irgendetwas in Richtung Technik oder Naturwissenschaften.

Für beide Nachwuchs-Stars des TSV gilt: Das harte Training und die dazu nötige Disziplin sind auch eine Schule fürs Leben. Anerkennung und Pokale stärken das Selbstbewusstsein und den Wunsch, etwas zu erreichen.

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