DLRG Nordfriesland : Junge Rettungsschwimmer ermitteln Meister

Auf die Plätze fertig los: In der Niebüller Schwimmhalle löste ein Wettbewerb den nächsten ab.
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Auf die Plätze fertig los: In der Niebüller Schwimmhalle löste ein Wettbewerb den nächsten ab.

Kreismeisterschaften der Rettungsschwimmer: 48 Jugendliche sprangen ins Becken des Niebüller Hallenbades.

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13. März 2018, 12:00 Uhr

Kinder mit merkwürdig großen Plastikpuppen, manche hatten Flossen unterm Arm, andere seltsame Auftriebskörper. Es war schon ein ungewöhnliches Bild, das die Straßen in Niebüll an diesem Vormittag hergaben. Eines, das allerdings nicht von ungefähr kam. Denn in der städtischen Schwimmhalle gab sich der Rettungsschwimmer-Nachwuchs der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein Stelldichein. 48 Jugendliche waren aus allen Teilen Nordfrieslands – auch von den Inseln – zur Kreismeisterschaft angereist. Dazu kam eine Gast-Gruppe aus Dithmarschen.

Geschwommen wurde in diversen Altersklassen und Disziplinen. Schon am Morgen fanden die Einzelwettkämpfe statt, bei denen die Jugend-Schwimmer ab acht Jahren am Start waren. Nachmittags folgten die Mannschaftswettkämpfe. In allen Disziplinen wurden die Kreis- und Vizemeister ermittelt, die dann später bei den Landesmeisterschaften starten können. Insgesamt gab es 53 Starts.

Ein Hauch von Olympia wehte durch die prall gefüllte Halle – Eltern, Betreuer und Kampfrichter hatten bei der straff organisierten Meisterschaft ständig neue Aufgaben zu erfüllen. Ein Wettbewerb löste den nächsten ab; Anfeuerungsrufe gellten durch die Sportstätte und speziell die Kleinen waren mit Feuereifer dabei. Dabei hatten sie zum Teil schwierige Aufgaben zu lösen. Die Grundidee „Retten“ stand dabei im Vordergrund. Immer wieder wurden Dummys (mit Wasser gefüllte Puppen) durch das Wasser gezogen. Bei anderen Wettbewerben ging es darum, unter Hindernissen durchzuschwimmen oder Kameraden abzuschleppen. Dabei sind die Vorschriften exakt einzuhalten, ansonsten droht die Disqualifikation. So muss die Leine des Gurtretter/Auftriebskörpers beim Ziehen der Puppe voll ausgelegt sein – schließlich geht es später um Menschenleben.

Bei allem Ernst, den die Aufgaben den jungen Rettungsschwimmern abverlangen, ist das Zusammengehörigkeitsgefühl ein wichtiges Element. „Es geht darum, Kräfte zu messen und Spaß zu haben“, erklärt Organisatorin Beate Nissen von der Insel Föhr. Mit Sorge betrachtet sie die Tatsache, dass immer weniger Kinder schwimmen können und Bewegungsmängel aufweisen. „Alles läuft per Ehrenamt“, versichert Beate Nissen, die die Kreismeisterschaft mit Malte Ingwersen (DLRG-Jugend Niebüll) und Lena Jürgensen (Stadum) auf die Beine gestellt hat. Strahlende Gesichter dann bei der Siegerehrung am späten Nachmittag: Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde samt Medaille – und alle warteten brav ab, bis auch die letzte davon vergeben war.

Kreismeister: Einzel: Altersklasse (AK) 10 w (weiblich) – Jelina Figge, Sylt; AK 10 m (männlich) – Taylir Keller, Stadum; AK 12 w – Paula Carstensen, Stadum; AK 12 m – Niels Fenske, Husum; AK 13/14 w Pia Johannsen, Niebüll; AK 13/14 m – Joke Lotzmann, Stadum; AK 15/16 w – Aline Sommer, Husum; AK 15/16 m – Erik Ove Kurzweg, Föhr; AK 17/18 w – Hannah Westphal, Husum; AK Offen w Fabienne Hamböcker – Stadum; Mannschaft: AK 10 w – Stadum I; AK 12 w – Stadum II; AK 15/16 m – Föhr; AK 17/18 w – Husum; AK 17/18 m – Husum; Gesamtmedaillen: 1. Stadum, 2. Husum, 3. Föhr, 4. Niebüll, 5. Sylt.

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