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Als Austauschschüler : Junge Nordfriesen erkunden Amerika

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Antonia und Hannah Cohrs aus Husum sowie der Dörpumer Henrik Möllgaard machten in drei Städten der USA ihre eigenen Erfahrungen. Das Trio berichtete dem Landfrauenverein Dörpum und Umgebung davon.

Vier Präsidenten in Stein gemeißelt, ein Dörpumer in Natura davor – das war ein Fotomotiv von Henrik Möllgaard, aufgenommen in Mount Rushmore. Der 19-Jährige gab auf Einladung des Landfrauenvereins Dörpum und Umgebung Einblicke in seine Zeit als Austauschschüler in den USA, genauso wie Antonia und Hannah Cohrs aus Husum.

Für den Dörpumer war es eine Art Abenteuer, wie er es selbst nannte und das war fast 7000 Kilometer von zu Hause entfernt. In dem kleinem Ort St. Clair, der zu Minnesota gehört, lebte er bei Gastvater Gerry auf einem Mastaufzucht-Betrieb. Die von ihm besuchte High-School legte großen Wert auf sportliche Aktivitäten und so sah man den Dörpumer auf Fotos in verschiedensten Outfits. Als „Golden Foot“ beim Football gemeinsam mit seinem ersten Fan namens Ally Nissen, sowie als Leichtathlet und Baseball-Spieler. Besonders gefiel ihm an der Schule, dass er kaum Papier und Stifte brauchte. „Alle Schüler haben dort ein Laptop. Zensuren gab es nicht wie in Deutschland von eins bis sechs, sondern von A bis F“, erzählte er über das Schulsystem. Welche Buchstaben er bekam, sagte er allerdings nicht. Eisige Kälte erlebte er bei minus 30 Grad Celsius, tägliches Schneeschieben war angesagt und Fahrten mit dem Snowmobil.

Antonia Cohrs war fast ein Jahr in Santa Monica (Kalifornien) und ging dort auf eine christliche Privatschule, wo Uniform Pflicht war. In ihre Gastfamilie war sie fest eingebunden, ihr Gastvater war gleichzeitig der Schuldirektor. Anhand ihrer Fotos wurde deutlich, wieviel sie von Amerika gesehen hat. New York, Miami, Hawaii, Michigan, Utah und viele Städte mehr, wobei der Tag in Pearl Harbor ihr besonders in Erinnerung geblieben ist. Bereits in Deutschland hatte sich die 18-Jährige schulisch mit dem Ort vertraut gemacht und stand nun – mehr als 70 Jahre später, nachdem japanische Marineluftstreitkräfte die in Pearl Habor liegende Pazifikflotte der USA ohne Kriegserklärung angegriffen hatten – selbst dort. „Ein komisches Gefühl“, gab sie zu verstehen.

Ihre Schwester, Hannah Cohrs, war für drei Monate auf Sprachreise in Kalifornien. Hannahs Gastfamilie lebt in Carpinteria, einer Stadt mit 14.000 Einwohnern. Sie ging auf eine internationale Schule und lernte dort Menschen aus aller Welt kennen. Auch sie unternahm während dieser Zeit Reisen, unter anderem nach Los Angeles, San Diego und San Francisco. Heimatgefühle kamen für die 20-Jährige in Solvang auf, das auch als Dänische Hauptstadt von Amerika bezeichnet wird. Fachwerkhäuser säumen die Straßen und es gibt sogar ein Jule Hus, wie ein Foto zeigte. Ein anderes zeigte das Ende der bekannten Route 66 in Santa Monica und eine lachende Hannah Cohrs. Glückliche Gesichter sah man durchweg auf den zahlreichen Bildern neben den vielen schönen Orten, welche die drei Nordfriesen besuchten. Sie zogen abschließend auch ihr persönliches Fazit ihrer Reisen. So fiel Hannah Cohrs beispielsweise besonders auf, dass in ihrer Gastfamilie rund um die Uhr der Fernseher lief und kaum eine Mahlzeit mit allen Familienmitgliedern an einem Tisch von Statten ging. „Das war ganz anders als zu Hause“, meinte sie. Die Amerikaner bezeichnete sie als besonders locker und freundlich. Ihre Schwester hatte bereits Besuch von ihrer Gastfamilie und konnte ihre Heimat zeigen und Henrik Möllgaard fragte sich nach seiner Ankunft in Deutschland, „wie mein Gepäck wohl in das kleine Auto passen sollte.“

„Drei Städte, drei Erfahrungen, drei Erinnerungen“ - unter diesem Motto stand der Abend im Dörpshus Dörpum, an dem die Vereinsvorsitzende Martje Petersen mehr als 100 Gäste begrüßte.

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