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mit gemeinschaftsschülern ins Watt : Junge Botschafter für den Nationalpark

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Wahlpflichtkursen werden Junior-Ranger ausgebildet und neue Konzepte zur Energienutzung im Tönninger Multimar Wattforum entwickelt – Initiativen, die der Husumer Ferdinand-Tönnies-Schule jetzt erneut das Prädikat „Zukunftsschule“ eingebracht hat.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 13:23 Uhr

Mit zwei besonderen Unterrichtsangeboten im Bereich Naturwissenschaften hat sich die Ferdinand-Tönnies-Schule (FTS) wieder das Prädikat „Zukunftsschule“ verdient: Ein Wahlpflichtkurs (WPK) stellte ein neuartiges Konzept zur Energienutzung im Tönninger Multimar Wattforum der Öffentlichkeit vor, in einem anderen WPK – zum Thema Weltnaturerbe Wattenmeer – wurden Schüler zu Junior-Rangern ausgebildet. Damit ist die FTS die einzige Gemeinschaftsschule in Nordfriesland, die als Nationalparkschule ausgezeichnet wurde.

Einmal im Jahr vergibt die Initiative Zukunftsschule.SH des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) dieses Gütesiegel an Bildungseinrichtungen, die den Slogan „Heute etwas für morgen bewegen!“ aktiv umsetzen. Das heißt, sie haben sich die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf die Fahnen geschrieben. Im Land zwischen den Meeren gibt es mehr als 220 Zukunftsschulen – alle anderen können es noch werden.

Im Kurs „Weltnaturerbe Wattenmeer“ erhalten Ferdinand-Tönnies-Schüler der siebten Klasse eine Ausbildung zum Junior-Ranger und sind dann junge Botschafter für den Nationalpark Wattenmeer. Zusammen mit der Nationalparkverwaltung werden Exkursionen ins Watt unter- sowie Vogelbeobachtungen und Arbeiten in der Schutzgebietsbetreuung vorgenommen. Entsprechendes Wissen müssen die 14 Kursteilnehmer jüngeren Schülern vermitteln können, um die begehrte Auszeichnung als Junior-Ranger zu erhalten.

Unter dem Motto „Unsere Umwelt entdecken und darstellen“ ging es in Klassenstufe acht nicht nur um die Natur draußen, sondern um die Technik im Multimar Wattforum und Möglichkeiten der sparsamen Energienutzung mit neuen Technologien. An mehreren Terminen vor Ort stellten die Jugendlichen die benötigten Energieformen und Mengen zusammen und entwickelten mit Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung ein Modell der eingesetzten Komponenten und ihrer Funktionsweise. Zur Kühlung der Nordsee-Aquarien wird viel Energie benötigt, das Gebäude muss im Winter beheizt werden. Ein Blockheizkraftwerk produziert elektrische Energie und Wärme, die eine Absorptions-Kältemaschine im Sommer für die Aquarien abkühlt. Zusammen mit einem Wärmetauscher zur passiven Kühlung im Winter kann damit 50 Prozent des CO2-Ausstoßes eingespart werden. Ein Höhepunkt des Schuljahres war die Vorstellung des Modells auf der Messe New Energy im Frühjahr.

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