Ausschüsse : Jugendliche in Entscheidungen einbinden

Diskutieren angeregt: Die Ausschussmitglieder  suchen das Gespräch mit der Jugend. Foto: hem
Diskutieren angeregt: Die Ausschussmitglieder suchen das Gespräch mit der Jugend. Foto: hem

Die Teenies in Rantrum sollen mehr an den Entscheidungen in der Gemeinde beteiligt werden. Gleichzeitig will die Gemeindevertretung, den Sachbeschädigungen und dem Alkoholmissbrauch entgegenwirken.

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07. Oktober 2008, 09:45 Uhr

Rantrum | Eine Neuerung, die seit der jüngsten Kommunalwahl landauf, landab bereits gute Früchte trägt, hat sich auch in Rantrum bewährt. Zunehmend werden Ausschüsse - in denen die eigentliche und wichtige Vorarbeit für die Gemeinderatsbeschlüsse "erarbeitet" wird - durch bürgerliche Mitglieder geleitet. Pädagoge Michael Franzke übernahm daher den Vorsitz beim Jugend- und Sportausschuss im Jugendheim. "Demnächst ergehen die Einladungen an alle Haushalte, wir möchten alle Jugendlichen zu einer Jugendversammlung einladen ", sagte er gleich zu Beginn. Ganz obenan stand dabei die Überlegung: "Wie können wir unsere Jugendlichen an den Entscheidungen in der Gemeinde beteiligen?"

Doch zunächst einmal ging es um deren Unterstützung: In einem Einzelfall hatte der Gemeinderat dem TSV auf Antrag Zuschüsse zu einer Fahrt genehmigt. Nach reger Diskussion empfiehlt der Ausschuss dem Gemeinderat jetzt, die Vorgaben des Landkreises (1,50 Euro pro Kind und Tag) zu übernehmen. Ausdrücklich empfahl Vorsitzender Dr. Wolf Schanz von der Dr.-Martha-Karge-Jugendstiftung, Anträge auf Zuschüsse rechtzeitig zu stellen: "Es ist noch Geld in der Kasse".
"Jugendliche müssen gemeinnützig arbeiten"

Thema waren auch die immer häufigeren Sachbeschädigungen im Ort. "Mehrere 1000 Euro für Reparaturen an öffentlichen Beleuchtungs-Einrichtungen, zerstörte Vorgärten und ein unter Wasser gesetzter Bauhof, so geht das nicht", befand der Vorsitzende verärgert. Reinhold Günther verwies auf die Erfolge der jüngsten Aktion, um der Täter habhaft zu werden: "Erst bekamen wir einen zu fassen, dann hatten wir sie schließlich alle. Die jungen Randalierer müssen zu gemeinnütziger Arbeit herangezogen werden." Dazu Michael Franzke: "Gibt es eine Einigung zwischen Polizei und den Eltern, dann können die Jugendlichen zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet werden."

"Nicht glücklich" sind die sieben Ausschussmitglieder und alle Zuhörer über den Alkoholmissbrauch einiger Jugendlicher. Schöne Feste wie das jährliche große TSV-Spielfest oder das Schwimmbadfest würden von einigen der jungen Leute immer wieder zum Anlass genommen, "sich regelrecht zu besaufen." Max Jürgen Jeworrek empfahl, dann die Polizei einzuschalten.

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