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Horstedt : Jugend-Gemeinderat: Die Planungen laufen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein spezieller Nachmittag lockte die 150 Jugendlichen mit zahlreichen Informations- und Unterhaltungsangeboten.

Mit Speck soll man ja bekanntlich Mäuse fangen. In diesem Fall eher mit einer kunterbunten Mischung aus musikalischen und schauspielerischen Beiträgen, Spiel- und Spaß- sowie Informationsangeboten – völlig ungezwungen. Ob das gelang, wird sich zeigen.

„Ich bin gespannt auf das Ergebnis. Das wird in den nächsten Tagen ausgewertet“, so Horstedts stellvertretender Bürgermeister Uwe Jensen. Er hatte mit Gemeindevertreterin Kristin Buhmann eine gemeinsame Idee umgesetzt und einen Jugendtag auf dem Gelände der Grundschule organisiert. Nicht mit einer drögen Info-Veranstaltung oder einer Jugend-Einwohnerversammlung wollten sie Interesse für die Gründung eines Jugendgemeinderates wecken, sondern bewusst in lockerer Form mit einem Programm. So könne man eher Schwellenängste abbauen, erklärte Kristin Buhmann. „Schön wäre es, wenn wir junge Leute begeistern könnten, sich für das Dorf stark zu machen. 150 leben immerhin hier“, ergänzte Uwe Jensen. Er erhoffe sich aber auch ein Feedback hinsichtlich der Bedürfnisse der jungen Leute in der Gemeinde.

Eingeladen hatten die Organisatoren Akteure aus dem als Vorzeigeprojekt geltenden Jugendgemeinderat Norstedt, der seit 2013 erfolgreich agiert. Jesse Caspersen und Lars Kniese standen jedem, der etwas über ihr Engagement wissen wollte, zur Verfügung. Mit im Orga-Team waren Freiwillige aus dem Horstedter Gemeinderat, der Jugendfeuerwehr Osterdörfer, der Jugendtheatergruppe Horstedt, der Flötengruppe, dem Jugendtreff und der Bude Horstedt. Auch sie standen Rede und Antwort. „So bekommen unsere Jugendlichen auch noch mal die vielen Angebote der Vereine mit“, sagte Gemeindevertreterin Ute Laß.

Wer nicht unbedingt mit den Beteiligten ins Gespräch kommen wollte, hatte die Möglichkeit Fragen, Anregungen und Wünsche, aber auch die Bereitschaft zur Mitarbeit, auf einem Zettel einzutragen und ihn in die aufgestellte Wünsche-Box zu werfen. Dem einsetzenden Dauerregen geschuldet, hatte die Orga-Mannschaft noch kurz vor dem Start ein großes Zelt aufgebaut, das Timo Jensen zur Verfügung stellte. Nichts musste deshalb ins Wasser fallen. Selbst die Spiele, die vom Kreisjugendring Nordfriesland zur Verfügung gestellt worden waren, kamen doch noch zum Einsatz, denn tatsächlich hörte es gegen Ende auf zu regnen, und die Sonne bahnte sich zumindest kurzfristig den Weg durch die Wolken.

Viel Spaß machten den Besuchern aller Altersgruppen, die zwar nicht in Scharen kamen, aber doch die meiste Zeit blieben, die aufgeführten Sketche der Theatergruppe oder Beiträge der Flötengruppe. Bürgermeisterin Karen Hansen informierte an ihrem Stand über die Geheimnisse von Fauna und Flora auf dem Gebiet der Kommune und insbesondere des Schulwaldes sowie –garten. Die jungen Blaujacken boten Wasserspiele an und informierten über ihre Arbeit. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Dafür sorgten die Ehrenamtler der verschiedenen Gruppen. Die Erlöse kamen der Jugendarbeit zugute.

Die Jugendlichen aus Norstedt hätten sich zwar etwas mehr Interesse von Seiten ihrer Altersgenossen gewünscht, doch das würden sie aus anderen Veranstaltungen schon kennen, erklärten sie. Eine Initialzündung passiere oft auch durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Zumindest hätten sich, so berichtete Jesse Caspersen, einige Eltern informiert, und vielleicht käme auf dieser Schiene für Horstedt etwas zustande.








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