Aktive Projektgruppe : Jugend für Husum mit vielen Ideen

Zur Projektgruppe  gehören Sally Kaiser, Tanja Saxen und Johanna Christiansen (sitzend v. l.) sowie  Marquardt Marco, Niklas Deckmann und Thies Frech (oben v. l.) .
Zur Projektgruppe gehören Sally Kaiser, Tanja Saxen und Johanna Christiansen (sitzend v. l.) sowie Marquardt Marco, Niklas Deckmann und Thies Frech (oben v. l.) .

Die Projektgruppe als Vorstufe zum Jugendbeirat hat die Arbeit aufgenommen und jede Menge Pläne, wo sie ansetzen möchte. Unter anderem will sie einen Platz für Jugendliche schaffen, wo sich diese draußen treffen können, und eine spezielle junge Kleiderbörse einrichten.

shz.de von
28. Juni 2014, 12:00 Uhr

So allmählich formiert sich die Projektgruppe „Jugend für Husum“ – und sie hat sich viel vorgenommen. Beim jüngsten Treffen stellte der Ideengeber und Koordinator der Projektgruppe, Niklas Deckmann, noch einmal klar, dass man weiterhin das große Ziel verfolge, einen Kinder- und Jugendbeirat zu gründen. Doch bis dahin müsse noch viel getan werden, so der 16-jährige Schulsprecher der Ferdinand-Tönnies-Schule. Dort habe er im Schülerparlament kräftig für die Sache geworben. Mit Erfolg: In den vergangenen Wochen konnte er so einige Mitstreiter für sein Vorhaben gewinnen.

Themen gebe es genug, um die sich die Jugendlichen kümmern möchten, sagt Deckmann. So würden viele Schüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen. „Und das ist abenteuerlich, was einige von ihnen da erleben.“ Insbesondere die Fahrt auf der Großstraße sei ein waghalsiges Unternehmen. „Da ist es gut, dass die Stadtvertreter dieses Problem bereits angepackt haben.“

Und es gibt noch ein weiteres Problem, das angepackt werden soll und bei der Spielplatz-Erkundung des Sozialausschusses zur Sprache kam (wir berichteten): „Auch für ältere Jugendliche muss endlich ein Ort geschaffen werden, wo sie sich draußen treffen können.“ Ein weiteres wichtiges Thema, das der Projektgruppe unter den Nägeln brennt, ist, dass es „Kleidung nur zu horrenden Preisen gibt“, so Johanna Christiansen. Hier könne eine „Kleiderbörse für Jugendliche“ eine Hilfe sein. Auch mit der Frage, welche Freizeit- und Veranstaltungsangebote es für Jugendliche in der Stadt gibt, will sich die Projektgruppe beschäftigen. Vorstellbar sei ein Katalog, wo Vereine und Verbände und dergleichen sowie zum Beispiel auch die Feuerwehr mit ihren Veranstaltungen aufgeführt würden.

„Bei all den Ideen und Vorschlägen dürfen wir aber auch die Menschen mit Behinderung nicht vergessen“, warnt Deckmann. „Wir sollten uns die Frage stellen, wie wir junge Menschen mit Behinderung besser in den Alltag oder auch in die Schulen einbinden können.“

Den Marktplatz nimmt die Gruppe ebenfalls ins Visier. Im Sommer gebe es auf dem Vorplatz der Marienkirche viele bunte Veranstaltungen. „Aber wie können wir den Marktplatz in den kühleren Jahreszeiten beleben?“

Bei all den Ideen, die sie noch im Köcher haben, ist ihnen bewusst, dass sie das Stadtparlament für ihre Ideen und Vorschläge gewinnen müssen. Doch zuerst stehen noch andere Aktionen auf dem Plan. „Wir müssen uns in der Öffentlichkeit bekannt machen“, fordert Marco Marquardt. So könne man noch mehr Mitstreiter hinzugewinnen.

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