Gemeindevertretung : Joldelund bleibt im Schulverband

Bei Austritt aus dem Viöler Verbund Nachteile für den Sportverein befürchtet

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13. August 2009, 11:51 Uhr

Joldelund | Entschieden sprachen sich die Joldelunder Gemeindevertreter gegen die geplante Einrichtung eines CO2-Speichers im nördlichen Schleswig-Holstein aus. Sie verabschiedeten einmütig die vom Amt Mittleres Nordfriesland vorbereitete Resolution. Die geplanten Kernbohrungen wollte das Gremium ebenfalls nicht zulassen. "Das Thema ist noch nicht vom Tisch", warnte Bürgermeister Reiner Hansen. Bürger, Behörden und politische Gremien müssten wachsam bleiben. Das gelte besonders für die Zeit nach der Wahl. "RWE hat zwar gesagt, nichts gegen den Bürgerwillen machen zu können, doch nichts ist ausgeschlossen", meinte ein Gremiums-Mitglied.

Als Beratungspunkt in der Sitzung stand die Frage im Raum, ob die Kommune weiter im Schulverband Viöl bleiben soll oder ob nicht die Zahlung von Gastschulgeldern eine günstige Alternative sein könnte. Traditonsgemäß, so Hansen, ist die Gemeinde Mitglied in den Schulverbänden Viöl und Bredstedt. Da ab Januar kommenden Jahres der neue Schulverband Mittleres Nordfriesland aus der Taufe gehoben werden soll, könnten, so Hansen, Für und Wider diskutiert werden. Die meisten Schüler tendieren ohnehin in Richtung Gemeinschaftsschule Bredstedt.

Derzeit muss die Gemeinde pro Kind an den Schulverband Viöl 1204 Euro zahlen. Der Gastschulbeitrag würde sich derzeit auf 1135 Euro belaufen, allerdings ab 2013 kommt eine monatliche Mehrbelastung von 125 Euro auf die Gemeinden zu. In Bredstedt müssten pro Schüler - so die Planung - 1389 Euro gezahlt werden. "Die unbekannte Größe in Viöl ist der Schulanbau", so der Bürgermeister. Vorteile, aus dem Verband auszutreten, sah das Gremium nicht. Im Gegenteil, es könnten Nachteile für den Sportverein wegen der Hallennutzung entstehen. Bredstedts Hallen seien ausgelastet. Ob die Schulbus-Verbindungen nach Viöl aufrechterhalten blieben, sei fraglich. "Wir bleiben gern im Schulverband Viöl. Auch das Mitspracherecht darf nicht unterschätzt werden", so der Bürgermeister.

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