Landesbetrieb für Küstenschutz : Johannes Oelerich wechselt nach Kiel

Im Einsatz für den Küstenschutz: Johannes Oelerich.
Im Einsatz für den Küstenschutz: Johannes Oelerich.

LKN-Chef Johannes Oelerich steigt zum Abteilungsleiter für Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz im Ministerium auf.

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28. Juni 2018, 06:00 Uhr

Husum | Zu seinem Reich gehören 1100 Kilometer Küstenlinie, die Nord- und Ostsee und der 4400 Quadratkilometer große Nationalpark Wattenmeer. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, wenn Dr. Johannes Oelerich sich aufmacht zu neuen beruflichen Ufern. Denn der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) verlässt die Behörde in Husum.

Der 59-jährige Mildstedter steigt mit dem 1. Juli zum Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz sowie Bundesbeauftragter für den Wasserbau auf. Sie ist angesiedelt im Kieler Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Oelerich wird damit Nachfolger von Dietmar Wienholdt, der die wichtige Abteilung 16 Jahre lang geleitet hatte und nun in den Ruhestand geht, wie das Ministerium gestern bekannt gab. Oelerich hatte sich nach einer Ausschreibung der Position in einem Auswahlverfahren durchgesetzt.

„Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte Johannes Oelerich, dessen jetzige Stelle neu ausgeschrieben wird, auf Anfrage unserer Zeitung. Seine künftige Aufgabe sei stärker strategisch ausgerichtet und habe Ausstrahlung in alle Küstenländer und ins Bundesgebiet, erläuterte er gestern.

Johannes Oelerich ist gebürtiger Husumer, hat Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig studiert und promoviert über die Optimierung des Küstenschutzes auf Sylt. 1992 trat er in den Landesdienst ein. Seine Stationen: Amt für ländliche Räume in Husum, Staatliches Umweltamt in Schleswig und von 2003 an das Landesamt für Natur und Umwelt in Kiel, wo er die Abteilung Gewässer leitete.

2005 kam er zurück an die Westküste, zunächst als Leiter des Amtes für ländliche Räume in Husum. Seit der Gründung des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz im Jahr 2008 ist Johannes Oelerich dessen Direktor. In dieser Zeit erhielt die Behörde viele zusätzliche Aufgaben und musste neu aufgestellt werden. „Das war eine großartige Erfahrung“, sagt er. Rückblickend lobt er die intensive und gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Ebene, Gemeinden, Wasser- und Bodenverbänden sowie Naturschutzverbänden in zahllosen Projekten, aber insbesondere auch den Teamgeist der LKN-Beschäftigten. Sie alle verbinde: „Wir bauen die Deiche, wir bringen den Menschen den Nationalpark Wattenmeer näher, wir helfen dabei, die Gewässer im Binnenland zu gestalten“. Und: „Es ist der wohl schönste Abschnitt meines beruflichen Lebens – und dafür bin ich schlicht dankbar.“

Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz hat einen Jahresumsatz von zirka 110 Millionen Euro. Die insgesamt rund 725 Mitarbeiter arbeiten an 28 Standorten.

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