zur Navigation springen

Angst vor Knallern : Jetzt verschläft Balu Silvester

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Golden Retriever Balu hat große Angst vor der Silvesterknallerei. Jetzt hat ihm ein Tierarzt geholfen. Am Altjahresabend bekommt der Almdorfer Hund eine Paste und schläft danach selig bis zum Neujahrsmorgen.

Zu Silvester hat Balu Angst, panische Angst, das Krachen von Böllern und Raketen machen dem Golden Retriever schwer zu schaffen. „Wenn es mit der Knallerei losgeht, zittert Balu am ganzen Körper wie Espenlaub“, beschreiben die Almdorfer Maike und Lars Hein den bedauernswerten Zustand ihres Hundes. „In den vergangenen Jahren wurde es immer schlimmer. Wir waren schon ganz verzweifelt, da wir uns einfach nicht mehr zu helfen wussten, wir konnten unser Kerlchen einfach nicht so leiden sehen. Schließlich haben wir uns Rat beim Tierarzt geholt“, berichtet Maike. Hilfe fand das Paar schließlich bei Dr. Ingo Alpermann in Bredstedt.

„Bis zu zehn Prozent aller Hunde zeigen solche Angstsymptome“, erklärt der erfahrene Veterinär und nennt als ganz besonders empfindliche Rasse die Border Collies. „Man kann es natürlich mit homöopathischen Mitteln wie Bachblütentropfen versuchen, die müssen aber schon einige Tage lang eingenommen werden“, so Alpermann. Bei Balu helfen diese Mittel allerdings nicht, der Rüde ist einfach zu panisch. Der Tierarzt hat ihm eine schnell wirkende Paste verschrieben. Die lässt den Retriever nach der Einnahme für einige Stunden tief schlummern. „Wir sind froh, dass wir diese Lösung gefunden haben“, freuen sich die „Hundeeltern“.

Gegen 18 Uhr am Silvesterabend bekommt der Vierbeiner das Mittel mit einem Leckerli, dann schläft er bis Neujahrmorgen durch. „Wir bringen Balu nach oben in unser Schlafzimmer und warten, bis er eingeschlafen ist“, beschreibt Maike das alljährliche Ritual zum Wohle ihres Lieblings.

Extrem wurden die Panikattacken des siebenjährigen Hundes aber erst in den vergangenen drei Jahren. „Ein kleiner Schisser war er zwar schon immer, aber an ein besonderes Ereignis, das zu diesem Verhalten geführt hat, können wir uns jedoch nicht erinnern“, erzählt Lars Hein. Auch als Welpe muss es dem „Kleinen“ gut gegangen sein. Kommt er doch aus einer Zucht von der Hallig Hooge. „Und abgesehen von Landunter ist da nicht mit traumatisierenden Erlebnissen zu rechnen“, schmunzelt Hein. Auch bei Gewitter geht es Balu sehr schlecht, dann darf er bei Donner und Blitz ganz eng an die Familie gekuschelt auf die Couch. An Silvester aber hilft auch das nicht mehr.

Unter den rund 1700 registrierten Hunden im Einzugsgebiet Mittleres Nordfriesland dürfte Balu wohl nicht der einzige „Angsthase“ sein. Es wird wohl noch vielen weiteren „besten Freunden des Menschen“ so gehen. All denen rät das Almdorfer Paar, sich tierärztliche Hilfe zu holen. Auch die Mitarbeiter des Tierheims Ahrenshöft empfehlen, Hunde und Katzen an Silvester nicht frei laufen zu lassen. Denn gerade nach Neujahr werden dort gehäuft in Panik entlaufene Tiere abgegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen