Dorfgemeinschaftshaus : Jetzt können die Bagger anrollen

Auf diesem Gelände soll das neue Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden.
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Auf diesem Gelände soll das neue Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden.

Das rund 770.000 Euro teure Projekt der Gemeinde Sollwitt wird mit 450.000 Euro gefördert. Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses soll Anfang April beginnen.

shz.de von
02. Februar 2018, 10:00 Uhr

Es war ein langer Weg, den Sollwitt zurücklegen musste, um seinem großen Ziel, die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses „Thingstee“, näher zu kommen. Bereits 2015 beschloss die Gemeinde, ein Dörpshuus zu bauen, um wieder einen Treffpunkt für seine rund 290 Einwohner zu haben. Vor wenigen Wochen war die Baugenehmigung im Postkasten, was noch fehlte, war ist die Bewilligung des Zuschusses vom Land.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Thomas Hansen nun verkünden, dass auch endlich der Förderbescheid in Höhe von 450.000 Euro eingegangen sei. „Damit bekommen wir mehr als die Hälfte der Kosten, die rund 770.000 Euro betragen, gefördert“, sagte er. Nun könne man Nägel mit Köpfen machen, war sich das Gremium einig. Die Ausschreibungen für den Rohbau sind bereits rausgegangen, berichtete Hansen. „Wir stellen uns vor, dass der Baubeginn Anfang April erfolgen wird.“ Und geht alles nach Plan, so könnte noch in diesem Jahr das Dörpshuus eingeweiht werden.

Über die Bewirtschaftung des Gebäudes ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Einig waren sich die Gremiums-Mitglieder darin, dass eine Person das Heft in der Hand haben sollte. Auch die Gründung eines Vereins wurde angedacht. „In der kommenden Sitzung der Wählergemeinschaft werde ich das Projekt vorstellen“, erklärte der Bürgermeister. Damit verbunden sei der Wunsch, dass sich eine Person melde, die die Leitung des Hause übernehmen könnte. Im Dorf-Treffpunkt soll außerdem ein neues Feuerwehrgerätehaus untergebracht werden. „Wir bekommen ein neues Feuerwehrfahrzeug, dass nicht mehr in das alte Gerätehaus passt“, so Hansen. Wo sich bis etwa 1980 Kinder auf dem Hof der alten Schule tummelten, soll das neue Gebäude errichtet werden. Anfang der 80er-Jahre verkaufte die Gemeinde das Schulgebäude.

Diskutiert wurde an diesem Abend im Hause des Bürgermeisters auch darüber, wie man ein neues Baugebiet erschließen könne. Hierzu wurde bereits eine Innenentwicklungs-Analyse in Auftrag gegeben. „Für die Weiterentwicklung unseres Dorfes sollten wir die Kosten von 3000 Euro investieren“, lautete die einhellige Meinung der Gemeindevertreter. Sollte diese Analyse positiv verlaufen, könne als nächster Schritt eine Bedarfsanalyse folgen.

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