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Husumer Nachrichten

13. Dezember 2017 | 18:21 Uhr

Eiderstedt : Jetzt ist Zusammenarbeit gefragt

vom

In St. Peter-Ording, Tönning und Garding erringt keine der Parteien die absolute Mehrheit. Konstituierende Sitzungen im Juni.

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erstellt am 28.Mai.2013 | 08:07 Uhr

Eiderstedt | Die Zeiten der absoluten Mehrheit einzelner Parteien ist in den großen Eiderstedter Gemeinden Tönning, Garding und St. Peter-Ording schon seit der Kommunalwahl 2008 vorbei. Und auch diese Wahl hat da keine Veränderung ergeben.

In St. Peter-Ording sind 18 Sitze in der Gemeindevertretung zu vergeben - 17 reguläre, da der Ort weniger als 5000 Einwohner hat, sowie ein Überhangmandat für die CDU. Sie hat mit sieben mehr Direktmandate gewonnnen, als ihr nach ihren Gesamtstimmen zu stehen, das wären nämlich nur sechs. Insgesamt errang die CDU 37,9 Prozent, 2008 waren es 37,65, 2003 sogar noch 51 Prozent. Sie ist damit immer noch stärkste Kraft, verfügt aber nicht über die absolute Mehrheit. Nicht wirklich zufrieden ist Bürger vorsteher Boy Jöns mit dem Ergebnis für seine Partei. "Wir haben wieder ein Direktmandat verloren, statt acht haben wir jetzt nur noch sieben Sitze." Die Fraktion bilden Boy Jöns, Richard-Flohrs Richardsen, Wolfgang Voutta, Werner Wolsbeck, Jochim Löhmann, Uwe Kirchner und Bodo Laubenstein.

Rundum zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei ist Peter Hansen von der SPD. Sie bleibt bei ihren fünf Sitzen. "Ich hatte mit so einem guten Ergebnis nicht gerechnet. Wir haben sogar zwei Direktmandate gewonnen. Der Einsatz hat sich gelohnt." Die SPD kommt auf 28,6 Prozent. Eine weitere Steigerung: 2008 waren es 24,14 und 2003 20,2. Für die SPD ziehen in das Gremium ein: Peter Hansen, Monika Grutza, Walter Petersen, Wolfgang Rohde und Hans-Peter Dreesen.

Die AWG verliert dagegen einen Sitz und kommt auf vier. Sie erhielt 23,5 Prozent, 2008 waren es noch 25,68 Prozent gewesen. Georg Werner Jensen ist nur bedingt zufrieden. Nicht nachzuvollziehen ist für ihn das Wählerverhalten, teilweise sei einmal durch alle Parteien gewählt worden. Die AWG-Fraktion bilden Georg Werner Jensen, Wilhelm Bahrenfuß, Reinhard Lucassen und Tim Schäfer.

Die FDP stellt wieder zwei Gemeindevertreter: Hans Burmeister und Wiltrud Kraas. Sie erhielt 9,9 Prozent der Stimmen, 2008 12,5. Die Wahlbeteiligung im Nordseebad lag bei 47,2 Prozent (2008: 44,8). Von den 3266 Wahlberechtigen gingen 1541 zur Urne. Die konstituierende Sitzung findet am Montag, 17. Juni, ab 19.30 Uhr im Olsdorfer Krug statt.

Stärker denn je ist die Koalitionsbereitschaft der Parteien in Tönning gefragt. Die Wahl ergab eine annähernd gleiche Verteilung der nur noch 17 Sitze. In der vergangenen Wahlperiode waren es 20 . Damals hatte die Stadt noch mehr als 5000 Einwohner, und es kam ein Überhangmandat für die CDU dazu. "Wir haben jetzt ein Patt", sagte Bürgervorsteher Hans-Joachim Teegen (CDU) angesichts des Gleichstands mit der SPD. Beide haben nun fünf Sitze. Die CDU hat zwei verloren. Sie errang 30,9 Prozent der Stimmen, 2008 waren es 31,6 Prozent, 2003 sogar noch 40. Die CDU wird in der Stadtvertretung künftig von Hans-Joachim Teegen, Jürgen Ziegert, Peter Tetzlaff, Friedrich Busch, der auch in den Kreistag gewählt wurde, und Lars Wilhelm Clausen vertreten.

Ihre fünf Sitze behält dagegen die SPD. Sie kommt auf 29,8 Prozent der Stimmen (2008: 26,5 und 2003: 30,3). "Wir haben uns verbessert", freute sich Jacob Peters. "Vor allem wenn man bedenkt, dass es nur noch 17 Sitze sind." Sie ist vertreten durch Stefan Runge, Jacob Peters, Heidemarie Schulze, Jan Diekmann und Hermann Clasen.

Zu viert bleibt der SSW. Er erringt 21,9 Prozent (2008: 20,5). "Wir sind damit sehr zufrieden", sagt Holger Gerdsen. "Erfreulicherweise hat Kirsten Schlickert auch ein Direktmandat geholt." Mit ihr bilden Helge Harder, Horst-Werner Küppel und Rickmer Jensen die Fraktion.

Lange Gesichter gab es dagegen bei der AWT nach der Wahl. Sie verliert einen Sitz und kommt nun auf drei. "Aber das ist Demokratie", sagte Hauke Schmidt. "Wir werden intensiv weiterarbeiten." 17,4 Prozent der Wähler stimmten für sie, 2008 waren es noch 21,4 gewesen, 2003 dagegen nur 12,5. Zur Fraktion gehören neben Schmidt noch Mery Ebsen, die auch Kreistagsabgeordnete ist, und Manfred Hartwig an. Die Wahlbeteiligung in Tönning lag bei 44 Prozent (2008: 40,7, 2003: 49). Das ist der niedrigste Wert auf Eiderstedt. Von den 4146 Wahlberechtigten nahmen 1823 ihr Recht war. Die konstituierende Sitzung findet am Dienstag, 18. Juni, im Rathaus statt.

In Garding wird der SSW mit seinen zwei Sitzen künftig das Zünglein an der Waage sein, da die CDU und die SPD mit acht beziehungsweise sieben Sitzen fast gleichstark sind. Bisher hatte der SSW allerdings immer mit der CDU eine Partnerschaft gebildet. Die SPD hat jetzt davon profitiert, dass sich die WI 80 aufgelöst hat. Sie hat deren zwei Sitze errungen. Die CDU ist mit 44,9 Prozent (2008: 45,5) weiter stärkste Kraft in der Stadtvertretung mit ihren insgesamt

17 Sitzen. Die Fraktion bilden Ranjet Biermann, Andrea Kummerscheidt, Bernd Petersen, Anja Wienecke, Gerd Stecher, Hannelore von Ahnen, Torben Knutzen und Christian Bradl. Die SPD schaffte einen sensationellen Gewinn von 29 Prozent im Jahr 2008 auf jetzt 40,9 Prozent. Zur Fraktion gehören Kay-Uwe Cornils, Kay Eggers, Hans-Dieter Struck, Werner Grehm, Michael Katryniak, Tim Clausen und Werner Schlafke. Der SSW erringt 14,3 Prozent (2008: 10,46) und ist durch Frauke Alberts und Nicole Dietz vertreten. Die Wahlbeteiligung lag wie in St. Peter-Ording bei 47,2 Prozent (2008: 42,77). Damit war sie auf der Halbinsel in den drei Hauptorten am niedrigsten. 1040 Gardinger wählten, wahlberechtigt waren 2205.

Die neue Stadtvertretung von Garding kommt zur ersten Sitzung am Montag, 10. Juni, um 19 Uhr in der Amtsverwaltung zusammen.

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