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Druckerzeugnisse und neue Medien : Jedes Jahr ein neuer Ausleih-Rekord

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Stadtbücherei zieht Bilanz für 2013: Stolze 320.000 Mal wurden Bücher, Zeitschriften oder neue Medien an Interessenten ausgegeben. Und die „Onleihe zwischen den Meeren“ nahm im dritten Jahr nach ihrer Einführung noch einmal richtig Fahrt auf.

Häufiger als sonst war die Stadtbibliothek im vergangenen Jahr Gegenstand der öffentlichen Diskussion – in der Hauptsache allerdings wegen der Veränderung in der Verwaltungsstruktur, denn 2013 wurde die Bücherei in die Obhut der Stadt Husum übergeben. Unabhängig davon aber war die Nachfrage nach den Leistungen der Bibliothek wieder groß und die Medienstätte mit mehr als 180.000 Besuchen wie in der Vergangenheit gewohnt stark frequentiert.

Das Medienangebot umfasste 2013 insgesamt 48.000 Medien, aufgeteilt in 37.000 Printmedien und 11.000 sogenannten Non-Book-Medien. Zu den Printmedien gehören die Sachbücher mit 17.000 Bänden, die Belletristik mit 8000 Bänden, die Kinder- und Jugendliteratur mit 10.500 Bänden sowie 1500 Zeitschriftenhefte und Broschüren.

Die Printmedien erzielten insgesamt 177.500 Ausleihen. Davon entfielen auf die Sachbücher für Erwachsene 47.500, auf die Belletristik 48.000, auf die Kinder- und Jugendliteratur 70.000 und auf die Zeitschriftenhefte 12.000 Entleihungen. Die „Bestleiher“ bei den Sachbüchern waren „Der Küstenatlas“ von Dirk Meier und „Das Buch zu E-Books“ von Florian Rudt. Gewachsenes Interesse erfuhren die Medien an ihren neuen Standorten „Lernhilfen“ und „Bauen und Wohnen“.

Bei der Belletristik waren „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ von Jonas Jonasson, „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes und die Berlin-Krimis von Volker Kutscher Spitzenreiter. Selbstgänger waren natürlich auch wieder die Spitzentitel der aktuellen Bestsellerlisten wie „1913“ von Florian Illies und „Das große Los“ von Meike Winnemuth.

Im Kinderbuchbereich favorisierten die Jungen die Superhelden aus „Batman“ und „Star Wars“, die Mädchen hingegen begeisterten sich mehr für „Wilde Küken“ von Thomas Schmied, dessen Bücher in den Kinder- und Jugendbuchwochen großen Anklang fanden. Im Kinder-Sachbuchbereich mochten beide Geschlechter die Bücher der Reihe „Memo-Wissen entdecken“ am liebsten.

In der „Jubi“ – der speziellen Jugendabteilung – zählten neben Fan-Büchern auch ernsthafte Gegenwartsthemen zur Lieblingsliteratur, etwa „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green.

Sehr vielfältig ist das Bücherei-Angebot an audiovisuellen und elektronischen Medien. Die Filme, Musik-CDs, Spiele und Hörbücher wurden 130.000 Mal ausgeliehen. Spitzenreiter waren die Hörbücher der Serie „Die drei ???“, deren Sprecher generationenübergreifend geliebt werden. Jugendliche fanden den Streifen „Rubinrot“ am besten, Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen den Film „Der Hobbit“. Neu im Angebot waren Wii-Spiele, die auf Anhieb sehr begehrt waren.

Die „Onleihe zwischen den Meeren“ nahm im dritten Jahr nach ihrer Einführung noch einmal richtig Fahrt auf. Knapp 10.000 Downloads auf E-Book-Reader, iPad oder Smartphone konnten im vergangenen Jahr verbucht werden.

Damit stieg die Zahl der Gesamtausleihe wieder einmal an, und zwar um fünf Prozent auf 320.503 Entleihungen (im Vorjahr waren es 304.175). Die Stadtbücherei ist so ihrem Ruf, jedes Jahr einen neuen Rekord vermelden zu können, wieder einmal treu geblieben. Die Zahl der aktiven Entleiher, die mindestens einmal im Jahr ein Medium entliehen haben, blieb mit 4650 jedoch konstant.

Auch die Bildungseinrichtungen der Stadt und des Umlandes nahmen die Bibliothek wieder kräftig in Anspruch. Ausgeliehen wurden 115 Wissensboxen, Klassensätze und Themenkisten, die zum Teil von der Büchereizentrale geliefert wurden. Erstmals wurden auch die Seniorenhilfe-Einrichtungen mit spezieller Literatur für ihre Gruppenarbeit versorgt. Aus anderen Bibliotheken wurden 2741 Medien im Leihverkehr bestellt und im Gegenzug 1911 Medien an andere Bibliotheken geschickt.

Bei den insgesamt 130 Veranstaltungen und Aktionen unterschiedlichster Art wurden mehr als 4000 Teilnehmer gezählt. Vorlesenachmittage, Ausstellungen, Autorenlesungen und eine neue Literaturgruppe machten die Stadtbibliothek auch zu einem kulturellen Zentrum. Mit Hilfe des Fördervereins konnte auch der beliebte Ferienleseclub wieder stattfinden. Gerne in Anspruch genommen wurden die erstmals angebotenen Onleihe-Sprechstunden. Neu hinzugekommen sind 2013 auch der Facebook-Auftritt sowie der Blog mit Literaturtipps und Bibliotheksinfos, die auf der Internetseite www.stadtbibliothek-husum.de verlinkt sind.
 

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erstellt am 27.Feb.2014 | 15:00 Uhr

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