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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 01:24 Uhr

Jeder ist mal klein angefangen

vom

Rap-Battle im Speicher will Nachwuchs fordern und fördern

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Husum | Jeder fängt mal klein an. Auch die großen Musikstars von heute haben ihre ersten Töne, Texte und Reime auf kleinen Bühnen vorgetragen. Da ist es gut, wenn junge Musiker die Chance erhalten, ihre Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis zu stellen. Noch besser ist es aber, wenn sich der Nachwuchs diese Chancen selbst sucht. So wie Luca Hartmann, der am 31. August im Husumer Speicher den "NF-Rap" veranstaltet. Dort will der 15-jährige Musik-Fan talentierten Jung-Rappern aus dem ganzen Land eine Bühne bieten.

"Ich habe schon immer viel Musik gehört", sagt Luca Hartmann. Selber Musik machen wollte er aber nie. "Mich haben eher die Licht-Arrangements interessiert", erzählt der Schüler aus Fresendelf. Schon mit zwölf Jahren begann er für seine erste Lichtanlage zu sparen. Mittlerweile hat er sein eigenes kleines Unternehmen "Lucaslight", das Partygästen eine tolle Atmosphäre zum Feiern verspricht. Der erste Einsatz kam beim "Rock am Rodelberg"-Festival in Koldenbüttel. "Da waren fast 400 Leute vor Ort", berichtet der 15-Jährige. Sie alle hätten ohne ihn ziemlich im Dunkeln gestanden.

Er selbst steht dafür ganz gern außerhalb des (Rampen-)Lichts. Als DJ befindet er sich meist sowieso in den dunkleren Ecken der Diskos, während sich die Partygäste bei passender Musik durch seine Lichtershow tanzen. "Wenn ich hinter dem Pult stehe, mische ich gern bekannte Songs zusammen", meint der musikbegeisterte Nordfriese. Seine Mixes beinhalten Musik namhafter amerikanischer Künstler wie Rihanna, Chris Brown und Flo Rida. Aber auch eigene Beats kommen aus der Box, die der Fresendelfer seiner Lichtanlage noch hinzufügt hat.

Beim "NF-Rap" kommen die Farben auf der Tanzfläche aber nicht von ihm. Auch mit den Schallplatten hantiert er an diesem Abend nicht. "Die Teilnehmer haben mir vorher ihre Songs zugeschickt. Manche bringen aber auch ihre eigenen DJs mit", berichtet der Organisator. Beim Probehören habe er darauf geachtet, dass die Texte keine sexistischen oder homophoben Passagen enthalten. Wer gewinnt, entscheidet das Publikum mit Applaus.

Es wird auch eine dreiköpfige Jury geben, die bis zum Finale ein Wörtchen mitredet. "Es ist kein typischer Rap-Battle, sondern ein ganz eigenständiges Format. Man könnte es eher mit einem Poetry Slam vergleichen", meint die Geschäftsführerin des Speichers, Noren Fritsch. Alle Teilnehmer präsentieren zunächst einen Song, der von allen bewertet wird. Die besten Vier dürfen dann noch einen Song vorstellen. Jury und Publikum wählen die Finalisten, die zum Schluss allein das Publikum überzeugen müssen.

Dieses einzigartige Konzept lockt daher auch junge Rapper von weit her. "Am Anfang habe ich ein Video bei YouTube hochgeladen. Daraufhin haben sich bereits ein paar Kandidaten gemeldet. Zwei von ihnen kommen aus München und bringen auch gleich ein paar Freunde mit", berichtet der 15-Jährige. Insgesamt sollen es gern acht Teilnehmer werden. Bis jetzt haben sich sechs Nachwuchsmusiker beim Speicher angemeldet. "Wenn die Nachfrage groß ist, können aber auch mehr Leute teilnehmen", sagt Speicher-Chefin Fritsch. Sie selbst würde sich zum Beispiel noch eine weibliche Rapper auf der Bühne wünschen.

Bis zum 23. August können sich motivierte Nachwuchsrapper noch anmelden. Auch ein Moderator wird noch gesucht. "Wenn aber alles schief läuft, übernimmt mein Onkel den Job", versichert Hartmann, der sich während des NF-Rap-Wochenendes auch um die Gäste von außerhalb kümmern will. Der Wettbewerb selbst beginnt am 31. August um 20 Uhr. Anmeldungen werden unter www.speicher_husum@t-online.de entgegengenommen.

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