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Saisonvorbereitung in St. Peter-Ording : Jeden Tag werden Weichen für die Zukunft gestellt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Strand von St. Peter-Ording und im Ort arbeiten zahlreiche Männer und Frauen vor und hinter den Kulissen, um alles auf Vordermann zu bringen.

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erstellt am 20.Apr.2014 | 19:00 Uhr

Strand, Bauhof, Stellplätze, Dünen-Therme, Parkdeck, Rathaus, Wanderwege, Promenade, Seebrücke und jede Menge Stege – die Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale (TZ) wuseln schon seit Wochen in allen Ecken und Winkeln – von Ording bis Böhl – herum. Nicht weniger als 50 Leute sind allein beim Bauhof der TZ damit beschäftigt, den Ort stets auf Vordermann zu bringen – zumeist Handwerker. „Deshalb können wir die meisten Arbeiten auch in Eigenleistung ausführen“, sagt Nils Koch. Der 48-Jährige ist seit zehn Jahren Technischer Leiter und zuständig für sämtliche Liegenschaften sowie für die Technik der Tourismus-Zentrale. Das fängt mit den neuen Elektro-Fahrrädern für die Männer vom Bauhof an und endet bei den modernen Hochleistungspumpen der Therme.

Manchmal sind es auch nur schlichte Bretter, die ausgetauscht werden müssen. Wenn aber Orkane wüten, können es auch schon mal ein paar Bretter mehr sein. Orkantief „Christian“ hat beispielsweise dem Steg am Übergang Köhlbrand so zugesetzt, dass 600 Meter Holzweg neu verlegt werden mussten.

Vor Kurzem wurden auch die Rettungskabinen aufgestellt und über die jeweiligen Strandabschnitte verteilt. Der FKK-Bereich hat in diesem Jahr sogar zwei neue Rettungskabinen erhalten. „FKK wird immer beliebter. Es sind von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen in dem Abschnitt. Darauf haben wir entsprechend reagiert“, sagt Koch.

Überhaupt: In punkto Infrastruktur reagiert St. Peter-Ording stets auf die Bedürfnisse der Gäste – auch auf die der vierbeinigen. Als Beispiel nennt Koch die Zahl der Hundetoiletten mit den Beutel-Spendern. Waren es vor knapp zehn Jahren lediglich 15 Stationen, sind es heute mittlerweile 46 Spender, die nahezu täglich kontrolliert werden müssen. Ebenso müssen die zahlreichen Mülleimer in der Gemeinde täglich gereinigt werden. Bei 350 Behältnissen ein nicht unerhebliches Unterfangen. Ebenso sind die Kosten der Entsorgung dafür nicht zu unterschätzen, denn nicht weniger als knapp 30 000 Liter müssen alljährlich entsorgt werden.

Prägend für den Ort – oder vielmehr für den nahezu endlosen Strand – sind die Strandkörbe. Rund 1000 Exemplare stehen an den sandigen Ufern. Jedes Jahr werden neue Körbe angeschafft und in die Jahre gekommende Sitzmöbel aussortiert. Der Verkauf der Original St.Peteraner Strandkörbe hat sich mit der Zeit zu einem wahren Ereignis entwickelt. Immer am letzten Freitag im April kommen die Möbel unter den Hammer eines Auktionators. Die nächste Strandkorb-Versteigerung findet übrigens am Freitag, 25. April, 14 Uhr, auf den Bauhof „Zum Südstrand“ statt.

In Sachen Strandentwicklungskonzept arbeitet die Tourismus-Zentrale mit der Fachhochschule Westküste in Heide zusammen. Ganz oben auf der Agenda stehen die Themen Barrierefreiheit am Strand sowie Toiletten am Strand. Eine Herausforderung für die beteiligten Akteure. Denn so sehr die Pfahlbauten auch Markenzeichen St.Peter-Ordings sind, stellen sie die Planer doch auch oft vor Probleme. „Jeder muss bereit sein, Kompromisse einzugehen“, sagt Nils Koch, der davon überzeugt ist, dass sich so immer gute Lösungen für den Ort finden lassen – nicht zuletzt auch für den Gast.

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