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Husumer Nachrichten

26. September 2017 | 18:29 Uhr

Eiderstedt : Jan Sievers macht kurzen Prozess

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Witzworter Jan Sievers kann sich beim Ringreiten der Landschaft Eiderstedt gegen 127 Konkurrenten durchsetzen.

Der Alte ist auch der Neue: Vorjahres-Majestät Jan Sievers aus Witzwort verteidigte das Zepter und stach sich zum Ringreiterkönig 2017 der Landschaft Eiderstedt. Gegen 127 Konkurrenten konnte er sich durchsetzen. Lediglich Martina Diehl hatte nach 30 Durchritten ebenfalls 28 Ringe gestochen. Jan Sievers machte dann aber kurzen Prozess. Beim Ausreiten nahm er gleich den ersten Ring mit, während seine Konkurrentin daneben stach.

Großen Jubel gab es auch bei der Verkündung der Mannschaftspokale. Mit 141 gestochenen Ringen gewann der Ringreiterverein Tetenbüll den A-Pokal. Der B-Pokal ging an die Tatinger Liedertafel. Sie erreichten eine Ringzahl von 124. In die Wertung kommen die sechs besten Reiter eines Vereins.

Schon in der Früh hatte der Tag mit einem Kommers begonnen. Die Vorsitzende des Ringreitervereins Welt-Vollerwiek-Grothusenkoog begrüßte die Delegationen der Ringreitervereine sowie etliche geladene Gäste. Oberdeichgraf Jan Rabeler lobte die „Super Vorbereitung und den tollen Zusammenhalt des Vereins“. Hans Meeder vom Heimatbund betonte, dass er sich um die Zukunft dieses Heimatsports keine Sorgen mache. Hilke Herzberg vom Museum der Landschaft Eiderstedt erwähnte, dass das Ringreiten eine uralte Tradition hat. In Tondern wurde es 1596 erstmals erwähnt. Der ehemalige Landrat Albert Pahl zollte dem gastgebenden Verein große Anerkennung. „Ihr tragt eine große Verantwortung“. Auch die Bürgermeister der drei Kommunen wünschten viel Spaß und dass der Tag unfallfrei über die Bühne geht. Reimer Hennings, Vorsitzender des Ringreiterbundes der Landschaft Eiderstedt, bedankte sich bei Famke Rickerts für die Einladung. „In so jungen Jahren eine solche Großveranstaltung zu organisieren ist schon famos. Das ist gut für die Zukunft des Ringreitens.“

Nach Verkündung einiger Formalien ging es dann auf die Pferde. Geschmückt mit den Standarten ritten die 128 Reiter und Amazonen vereinsweise auf den Festplatz. Hier nahmen sie im Halbkreis Aufstellung. Den Zuschauern bot sich ein imposantes Bild, als der Vorjahreskönig „hoch zu Roß“ die Reiterriege abschritt. Im Anschluss wurde es dann ernst. Auf den zehn Bahnen wurden pro Reiter 30 Durchritte absolviert. „Alles lief ohne Unfall ab“ konnte Carmen Lehmann vom DRK berichten. „Ich habe lediglich ein paar Pflaster rausgegeben“. Den Abschluss bildete am Abend ein Festball in der Halle von Rainer Broders, bei dem auch die Pokale sowie die Preise übergeben wurden.

Famke Rickerts dankte allen Helfern für die tadellose Vorbereitung und denen, die an diesem Tag zum Gelingen beitrugen. Ein Dank ging auch an die Sponsoren, der Husumer Volksbank und der Itzehoer Versicherung und an unzählige weitere Spender.


Die weiteren Ergebnisse


Einzelwertung: 2. Martina Diehl, Oldenswort (28 Ringe), 3. Jörg Jessen, Koldenbüttel (27), 4. Matthias Thiesen, Tetenbüll (27) 5. Heiko Hargens, Tönninger Ringreitergilde (26), 6. Sabine Peters, Osterhever (26), 7. Niels-Broder Greve, Oldenswort (26), 8. Frank Broders, Tatinger Liedertafel (25), 9. Sherin Boyens, Tatinger Liedertafel (25), 10. Robin Hargens, Tönninger Ringreitergilde (25) – bei gleicher Ringzahl wurden die Plätze durch ein Stechen verteilt.

Der Amazonenpokal ging an Martina Diehl aus Oldenswort mit 28 Ringen. Jan Sievers konnte neben dem Königstitel auch noch den Ü-50-Pokal entgegennehmen. Der Ü-60-Pokal ging mit einer Ringzahl von 11 an Klaus-Hermann Karau aus Koldenbüttel.

Mannschaftswertung A-Pokal: 2. Oldensworter Ringreitergilde (135), 3. Osterhever (132), 4. Witzwort (121) – somit steigt Witzwort in die B-Gruppe ab. Mannschaftswertung B-Pokal: 2. Welt-Vollerwiek-Grothusenkoog (103), 3. Jung Tönning (99), 4. Koldenbüttel (97), 5. Tönninger Ringreitergilde (90). Die Erstplatzierten, also die Tatinger, wechseln in die A-Gruppe.

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