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Haubarg in Seeth : Jacobshof als Denkmal ausgezeichnet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Ehepaar Honnens hat in den Neunzigern den Seether Haubarg saniert. Jetzt gab es dafür eine Denkmal-Plakette - es ist die dritte, die in Nordfriesland vergeben worden ist.

Eine Augenweide und zugleich ein Alleinstellungsmerkmal in Seeth: Der Honnensche Haubarg, der im historischen Kontext auch „Jacobshof“ genannt wird. Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und durch Fördergelder konnte das Ehepaar Mechthild und Deert Honnens den Familienwohnsitz aufwändig sanieren. Großes Lob kam hierfür von Dr. Nils Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein und Elisabeth Mewaldt vom Bau- und Umweltamt des Kreises.

1992 machte sich das Ehepaar ans Werk und nahm sich vor, das Geburtshaus von Deert Honnens so weit wie möglich im Originalzustand zu erhalten und zu sanieren. „Als Dankeschön für ihr Engagement erhalten sie die Plakette ,Denkmal’. Diese begehrte Auszeichnung wurde in Nordfriesland damit zum dritten Mal vergeben“, so Meyer. Im Land prangt das Emaille-Schild an etwa 90 Gebäuden. „Bevor der Haubarg von den Vorfahren mütterlicherseits 1825 errichtet wurde, stand an dieser Stelle ein niederdeutsches Fachhallenhaus, das jedoch abgebrannt ist“, so der Hausherr. Bei Aufräumarbeiten sei man auf Teile einer Grundmauer gestoßen, die Brandmerkmale aufwiesen. Weiter wies er darauf hin, dass in Seeth drei verschiedene Haustypen errichtet wurden: Das niederdeutsche Fachhallenhaus, das jütische Querdielenhaus sowie der Haubarg.

Doch es gab auch Kritik. Seitdem das Förderprojekt „Dorferneuerung“ gestrichen wurde, gibt es keine öffentlichen Fördergelder mehr“, so Mewaldt. Diese gebe es nur noch über Stiftungen. Doch Dorferneuerung sei eine ständige Aufgabe. Mit den Geldern sei das Bewusstsein der Bevölkerung für ihre Gebäude gestützt worden. Dem schloss sich auch Hostrup an.

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