zur Navigation springen

Bohmstedt : Ja zum Landschaftsschutzgebiet – aber mit Einschränkungen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Bohmstedter Gemeindevertreter möchte keine Windkraftanlagen, wollen aber die Landwirte schützen. Sie sehen die Ausweisung zum Landschaftsschutzgebiet „Geest- und Marschlandschaft an der Arlau“ als Übergangslösung.

Einstimmig verabschiedeten Bohmstedts Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung eine Stellungnahme zur Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Geest- und Marschlandschaft an der Arlau“. Der Landrat des Kreises Nordfriesland hatte, wie berichtet, verfügt, die Arlauniederung – wie auch andere Regionen – auf unbestimmte Zeit zum Landschaftsschutzgebiet zu erklären. Damit sollte künftig der Bau weiterer Windkraftanlagen solange geblockt werden, bis der neue Regionalplan des Landes Schleswig-Holstein in Kraft tritt.

Auch die Bohmstedter Gemeindevertretung wünsche sich keine Windkraftanlagen in dem betroffenen Areal. Allerdings werde die Ausweisung zum Landschaftsschutzgebiet als Übergangslösung betrachtet. Eine dauerhafte Einrichtung wird abgelehnt. „Sobald der neue Regionalplan alles eindeutig regelt, kann die Ausweisung zum Landschaftsschutzgebiet aufgehoben werden“, machte der Gemeinde-Chef deutlich. Es müsse an die Landwirtschaft gedacht werden. Für sie sollte es keine Einschränkungen geben, doch es dürfte mit einer Wertminderung der Landflächen zu rechnen sein. Banken würden im Falle einer grundbuchlichen Belastung der Flurstücke sicher zu geringeren Bewertungen kommen. Langfristig sei zu befürchten, dass die aktiven Landwirte in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden. „Es ist doch nicht abzusehen, ob aus dem Landschaftsschutzgebiet nicht irgendwann ein Naturschutzgebiet wird“, so Tücksen.

Einmütig stimmten die Gremiumsmitglieder der Wahl des stellvertretenden Gemeindewehrführers Jörn Nielsen zu. Der war in der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bohmstedt einstimmig dazu berufen worden. „Ich freue mich, dass wir mit Dir wieder einen jungen Kameraden in der Führungsspitze haben, der der Gemeinde treu bleiben wird. Einen Bauplatz hast Du ja schon erworben“, so Bürgermeister Peter Tücksen bei der Vereidigung.

Auch die Änderung des öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Schulverband Mittleres Nordfriesland fand Zustimmung. Der Vertrag halte nun fest, so der Gemeinde-Chef, was bisher nach Absprache auch schon so gehandhabt worden sei. So werden dem Schulverband die unentgeltlichen Nutzungsrechte an den den Schulen dienenden Grundstücken und Gebäuden einschließlich der Sporthallen eingeräumt.

Die Gemeindevertreter beschlossen einstimmig, die Splittarbeiten im Gemeindestraßennetz über geschätzte 4.500 Euro durchführen zu lassen. „Wir haben diesmal erfreulich wenig zu machen. Die kontinuierlichen Maßnahmen im Laufe der vergangenen Jahre haben sich ausgezahlt“, erklärte der Bürgermeister.

Deutlich mehr – nämlich 100.000 Euro – werde die Kommune in die Sanierung der durch die Gemeinde führende Landesstraße (L) 273 investieren müssen. Die Ausschreibung sei erfolgt. Drei Bieter waren im Rennen und hatten ein Gebot abgegeben. Einstimmig votierte das Gremium für den günstigsten Anbieter mit besagter Summe. „Die Arbeiten werden nun sobald wie möglich starten“, so Tücksen.

Befürwortet wird grundsätzlich die Installation einer BMX-Bahn. Eltern hatten den Antrag gestellt. „Ganz sicher wertet so ein Projekt unsere Gemeinde auf. Aber es muss der richtige Standort gefunden werden“, betonte der Bürgermeister. Eine Arbeitsgruppe soll sich mit der Planung befassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen