Hochzeit in Husum : Ja-Wort am Schnapszahl-Tag

Rund 150 Paare trauen sich jedes Jahr in Husum.
Rund 150 Paare trauen sich jedes Jahr in Husum.

Die Husumer Standesbeamtinnen trauen jährlich 150 Paare, für den 8.8.2018 liegen die ersten Anmeldungen schon vor.

shz.de von
12. Januar 2018, 06:00 Uhr

Wie viele Heiratsanträge unter den nun wohl mittlerweile abgeplünnten Weihnachtsbäumen mit klopfendem Herzen in Szene gesetzt und (so ist zu hoffen) angenommen wurden, bleibt im Verborgenen. Sicher ist dagegen, dass sich in Husum auch im Jahr 2018 wieder zahlreiche Paare das Ja-Wort geben werden.

„Bei uns in Nordfriesland wird gerne geheiratet. Durchschnittlich vollziehen wir jährlich rund 150 Trauungen“, berichtet die Standesbeamtin Birte Blunk, die in der Storm-Stadt gemeinsam mit ihren Kolleginnen Birthe Bohnert und Susanne Dölling die offizielle „Lizenz zum Trauen“ innehat.

Neben den Einheimischen zählen dabei häufig auch Urlaubsgäste zu den Paaren, die sich das schmucke Trauzimmer im Rathaus oder das stilvolle Ambiente des Schlosses für ihr feierliches Eheversprechen wählen. „Von München bis Flensburg und von Köln bis Dresden ist alles dabei“, erklärt das Trio.

Ein weißes Kleid, ein schicker Bräutigam und glänzende Ringe, um die Liebe zu symbolisieren: Heiraten ist in, und viele Paare wollen den Bund der Ehe an einem besonderen Tag schließen. Beliebt sind persönliche Jahrestage wie der Geburtstag der Braut, die erste Verabredung oder der erste Kuss. Hoch im Kurs stehen bei den Hochzeitern aber auch die sogenannten Schnapszahl-Termine, bei denen eine einprägsame Datumskombination dafür sorgen soll, dass der „schönste Tag im Leben“ noch leichter in Erinnerung bleibt. Im laufenden Jahr ist dies unter anderem Mittwoch, 8.8.2018. Für dieses einprägsame Datum liegen im Husumer Standesamt auch schon drei Anmeldungen vor. Für Dienstag, 28.8.2018, haben sich ebenfalls bereits Heiratswillige eingetragen. Die freie Wahl haben Paare noch am 1. August.

Nicht für Trauungen zur Verfügung steht dagegen der attraktive 18.8.2018, der auf einen Sonnabend fällt und damit außerhalb der Öffnungszeiten des Standesamtes liegt. „Bisher verzeichnen wir allerdings noch keinen auffälligen Anstieg der Nachfragen zu diesen Daten. Aber wir stehen ja noch ganz am Anfang des Jahres. Deshalb wird sich für diese Tage ganz sicher noch einiges tun“, mutmaßte Susanne Dölling.

Anmelden können sich Eheanwärter in Husum im Übrigen ganz spontan. „Wenn dem Wunsch des Paares nichts entgegensteht und alle notwendigen Papiere vorliegen, machen wir die Trauung sogar von einem auf den anderen Tag möglich“, erklären die drei Damen augenzwinkernd.

Daran, dass Schnapszahl-Termine Glück bringen, glauben die Eheleute Helga (69) und Gerhard Klein (78), die zurzeit auf Verwandtenbesuch in der Stadt weilen, jedoch nicht. „Für uns war nur der Freitag wichtig, weil die kirchliche Trauung am Sonnabend sein sollte. Ansonsten wollten wir miteinander verbunden sein. Deshalb war uns das Datum total egal“, berichten die Pinneberger, die im März ihre goldene Hochzeit feiern, schmunzelnd.

Ebenso sah dies Petra Gerdawischke (53), die seit 28 Jahren verheiratet ist. „Ich glaube, dass Ehen, die nur auf das schöne Datum schielen, keinen Bestand haben. Der Termin muss aus dem Bauch heraus kommen. Der steht auf keinem Kalenderblatt“, erklärte die Husumerin.

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