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Stadtentwicklung an der Eider : Investition in die Zukunft Tönnings

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hauptausschuss der Stadt spricht sich für die Erstellung eines Ortsentwicklungskonzept aus. 20.000 Euro sind dafür eingeplant.

Dass auch für eine Stadt Stillstand Rückschritt bedeutet, dessen sind sich die Verantwortlichen in Tönning wohl bewusst. So wurde vor gut einem Jahr mit Bürgern der Kommune das „Leitbild Tönning 2030“ entwickelt und verabschiedet. Nun denken die Stadtvertreter über die Erarbeitung eines Ortsentwicklungskonzeptes nach. In der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung stellte Bürgermeisterin Dorothe Klömmer das Projekt vor. Aus dem Fördertopf Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) könnten für die Konzepterstellung bis zu 75 Prozent der Bruttokosten bezuschusst werden. Aus dem Konzept könnten dann auch Maßnahmen abgeleitet werden für die GAK-Fördermittel fließen, die seien nicht unbeträchtlich, so die Bürgermeisterin. „Das Leitbild ist dagegen keine Grundlage für Fördermittel. Das habe ich mit dem zuständigen Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume bereits geklärt.“ Den Anstoß habe das Thema Sportstätten-Entwicklung gegeben, hatte sie ihre Ausführungen eröffnet. Schon mehrfach war über die Konzentration der Sportanlagen am Rieper Weg gesprochen worden, einmal mehr in der jüngsten Schul- und Sportausschuss-Sitzung, als es auch um die Zusammenfassung von Grund- und Gemeinschaftsschule an der Badallee gegangen war (wir berichteten). „Auch vor dem Hintergrund der Innenstadtbelebung sollte das Thema Ortsentwicklung aufgegriffen werden“, so Klömmer weiter. Weitere Bereiche, die mit dem Konzept bearbeitet werden könnten, wären die Folgen des demografischen Wandels, die Wohnraumnachfrage, die Nah- und die medizinische Versorgung sowie der Öffentliche Personennahverkehr. Bei der Erarbeitung des Papiers müssen die Bürger laut Förderrichtlinie beteiligt werden, beispielsweise über Fragebogenaktionen und Workshops. Die Kosten würden letztlich vom Leistungsumfang, der in Auftrag gegeben würde, bestimmt werden. „Mein Vorschlag: Es wird ein Eigenanteil von 20.000 Euro im Haushalt 2017 eingestellt. Die Zahl bitte ich aber nicht in Stein zu meißeln“, sagte Dorothe Klömmer.

Es entspann sich eine intensive Diskussion. „Wir haben das Leitbild, das von fähigen Leuten wie beispielsweise vom HGV miterstellt worden ist. Daher ist es eine schwierige Frage für mich, hier wieder Geld auszugeben“, meldete Hauke Schmidt (AWT) Bedenken an. Auch seine Fraktionskollegin Mery Ebsen sah die Sache kritisch: „Für mich ist es vor dem Hintergrund der Verschuldung der Stadt unverständlich, einmal mehr die Bürger heranzuziehen.“ Dagegen sah Stefan Runge (SPD) Vorteile: „Wichtig ist ja, dass wir mit dem Konzept wieder Fördermittel einwerben können.“ Auch Helge Harder (SSW) stand der Sache positiv gegenüber: „Ich finde das gut. Wichtig ist, die Bürger zu beteiligen, weil die Ideen haben, auf die wir gar nicht kommen.“ Und weiter „Wir sollten die 20.000 Euro nutzen, um mit der Stadt voranzukommen.“ Und auch das Leitbild sollte einbezogen werden. Dafür sprach sich Jochen Teegen (CDU) aus, bei der Summe sei nicht viel verkehrt zu machen. In das Konzept könne der ganze Ort, also auch Kating, einbezogen werden, sagte die Bürgermeisterin auf Nachfrage von Mery Ebsen.

Mit sechs Ja-Stimmen und einem Nein fasste der Hauptausschuss den Empfehlungbeschluss an die Stadtvertretung, die am Dienstag (13.) tagt.

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erstellt am 07.Dez.2016 | 06:00 Uhr

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