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Im Sommer sind die Soldaten weg : Interesse an der Nachnutzung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Land spendiert 350.000 Euro für das Konversionsmanagement Nord. Die Seether Stapelholm-Kaserne wird im Sommer geschlossen, dann könnte bereits die erste Nachnutzung beginnen.

Lockere Stimmung in der Stapelholm-Kaserne in Seeth, auch wenn bereits im kommenden Sommer der letzte Bundeswehrsoldat die Liegenschaft verlassen haben wird, wie der Hausherr, Flottillenarzt Dr. Tim Fiedler, mitteilte. Waffen oder anderes Kriegsgerät gibt es dort, wo ehemals 720 Soldaten stationiert waren, schon nicht mehr, „das haben andere Verbände mit großer Freude übernommen“, so Fiedler. Konversionsmanager Bernd Franke von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (WfG NF) machte deutlich, dass im Sommer bereits die ersten Nachnutzer einziehen könnten, ohne allerdings deren Namen zu nennen. Es gebe auch zwei größere Interessenten, einen aus Schleswig-Holstein, der andere sei ein Verbund, dem auch Skandinavier und Chinesen angehören. Optimistisch zeigte sich die Runde im Offiziersheim der Stapelholm-Kaserne anlässlich der Überreichung von Fördermitteln durch den stellvertretenden Wirtschaftsstaatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff an das Konversionsmanagement Nord. Immerhin, für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur erhielten die Geschäftsführungen der beiden Wirtschaftsförderungs-Gesellschaften (WfG NF) und Flensburg/Schleswig (WiRREG) einen Förderbescheid über 350.000 Euro. Damit ist die Verlängerung der Arbeit der Konversionsmanger bis Ende 2017 gesichert.

Das Management sei ein Erfolgsmodell, unterstrich der Mann aus dem Wirtschaftsministerium, denn beide Manager, Bernd Franke und Stephan Jung (Wirtschaftsförderung- und Regionalentwicklungsgesellschaft WiREG), hätten bereits zukunftsfähige Nachnutzungen organisiert. Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen und Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der WfG NF, betonten, dass die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Seeth hervorragend geklappt habe. Dem konnte Franke nur beipflichten. Auch Jung stellte klar, dass es bei der Zusammenarbeit keinerlei Probleme gegeben habe. Raymund Karg von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) drückte ebenfalls seine Zufriedenheit aus, man sei in den vergangenen drei Jahren ein großes Stück vorangekommen.

Dem stimmte Konversionsmanager Franke zu und betonte, dass noch zwei wesentliche Dinge abgearbeitet werden müssten, ehe es mit der Nachnutzung in Seeth so richtig losgehen könne. Dazu gehört die Eingemeindung in den Kreis Nordfriesland, die er grob auf Ende des Jahres terminiert, denn die Kreisgrenze Nordfriesland–Schleswig/Flensburg verläuft durch das Kasernengelände, und die Nennung des tatsächlichen Kaufpreises durch die BImA. Damit rechnet er im Sommer.

Die anderen Hausaufgaben scheinen erledigt oder in Arbeit zu sein. Dazu gehört auch eine so genannte Potenzialanalyse, die 50.000 Euro verschlungen hat. Sie zeigt die Möglichkeiten des Areals dezidiert auf, hilft möglichen Interessenten, von denen es mittlerweile fast zehn gibt, sich besser zu informieren.

Doch allein auf Seeth konzentriert sich die Arbeit von Franke nicht. So teilte er auch mit, dass die anderen Bundeswehr-Liegenschaften im Kreis auch weiter bearbeitet werden. Für Leck stehe beispielsweise eine Potenzialanalyse ins Haus, die gut 80.000 Euro kosten werde. Der Standort Bargum sollte eigentlich laut der Bundeswehrplanung 2018 geschlossen werden, werde aber wohl 2016 oder 2017 schließen. Dafür solle dann Bramstedtlund wohl etwas länger in Betrieb gehalten werden, als anfänglich geplant.

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erstellt am 15.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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