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Bundesstraße 5 voll gesperrt : Intercity schrammt Auto an

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Schnelle Reaktion des Lokführers verhindert Schlimmeres: Unfall mit glimpflichem Ausgang auf Bahnübergang bei Hattstedt.

von
erstellt am 06.Apr.2017 | 19:30 Uhr

Die Aufmerksamkeit eines Lokführers hat heute Nachmittag ein schweres Unglück auf dem Bahnübergang der Bundesstraße 5 bei Hattstedt verhindert: Bei Tempo 100 erkannte er aus dem Führerstand seines Intercitys IC 230 Frankfurt-Westerland auf der Marschbahnstrecke nach Sylt einen auf der B  5 von rechts aus Richtung Husum herannahenden Mercedes. Geistesgegenwärtig leitete er eine Schnellbremsung ein, so dass der Zug in kurzer Zeit zum Stillstand kam. Dennoch berührte die Lokomotive das Auto. Es wurde aber nur angeschrammt, dem darin sitzenden Ehepaar passierte nichts. Mit leichten Blechschäden konnte der Wagen am Ende sogar weiterfahren.

Das war aber so schnell nicht erkennbar: Augenzeugen setzten sofort Notrufe ab, und die zentrale Rettungsleitstelle in Harrislee alarmierte umfangreich: Aus Niebüll flog der Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5“ zur Einsatzstelle, aus Husum kamen drei Rettungswagen des Kreises und das ebenfalls dort stationierte Notarzteinsatzfahrzeug. Vollalarm auch für die Feuerwehr aus Hattstedt-Wobbenbüll, die mit 25 Einsatzkräften und vier Autos zur Unglücksstelle eilte; aus Husum kamen ebenfalls noch 25 Feuerwehrleute mit fünf Einsatzwagen.

Der mit 120 Fahrgästen besetzte Intercity war direkt auf dem Bahnübergang zum Stillstand gekommen. Mehrere Streifenwagen sperrten die Bundesstraße ab, ebenso wurde die alte B 5 voll gesperrt.

Eigentlich hätte der Unfall gar nicht passieren dürfen, denn die Strecke ist derzeit durch Posten abgesichert, die die Straße vor jeder Zugquerung mit Flatterband absperren. Auf dem Streckenabschnitt finden momentan Gleisarbeiten statt; zur Absicherung ist eine Fremdfirma im Auftrag der Deutschen Bahn tätig.

„Ein ausdrückliches und großes Lob gilt dem Lokführer, der die Gefahrensituation rechtzeitig erkannt und eine frühzeitige Notbremsung eingeleitet hat“, lobte Bundespolizeisprecher Hanspeter Schwartz. Ein weiteres großes Glück sei es, dass die Züge – bedingt durch die Gleisarbeiten – derzeit nicht mit voller Geschwindigkeit fahren.

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