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Touristen auf der Schiene : Insel-Urlauber bevorzugen die Bahn

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Vertrag zwischen Land und Norddeutscher Eisenbahngesellschaft sichert die wichtige Verbindung für einen Kurswagen von Niebüll nach Dagebüll. Föhrer und Amrumer Urlauber reisen angesichts verstopfter Straßen immer öfter per Bahn an.

Die Verbindung zwischen Niebüll und Dagebüll ist ein wichtiger Bestandteil des Schienen-Personennahverkehrs im Land. Das betonte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer gestern in Dagebüll.

Dort unterzeichnete er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (NEG), Ingo Dewald, einen Vertrag, der die Kooperation des Niebüller Verkehrsunternehmens und der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) und der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) absichert. Auf dem NEG-Endbahnhof Dagebüll-Mole hatten Minister Meyer und Geschäftsführer Dewald zuvor die Aufschrift an einem der NEG-Triebwagen enthüllt, die die Netzfunktion des Niebüller Verkehrsunternehmens symbolisiert und „nah-sh – Der Nahverkehr“ lautet.

Der Vertrag gibt nach Ansicht des Ministers dem Unternehmen auch Gelegenheit, sich Mittel für notwendige Investitionen in diese Strecke zu sichern.

Die gestern getroffene Vereinbarung bedeutet bis 2025 auch für die Nordsee-Tourismus-Service GmbH Planungssicherheit. Denn diese Verbindung zwischen Niebüll und Dagebüll ist für eine bequeme Anreise von Amrumer und Föhrer Urlaubern entscheidend. Vor dem Hintergrund der Engpässe im Straßenverkehr gewinne die NEG mit diesem Angebot für die Westküste an Bedeutung, wurde hervorgehoben. Den Schienenweg wählen 20 Prozent der Insel-Touristen. Für die NEG sind das jährlich 330 000 Fahrgäste – Tendenz steigend.

Die NEG betreibt in Schleswig-Holstein 45 Kilometer Eisenbahn-Infrastruktur und verkehrt auf den Strecken Niebüll-Dagebüll und Niebüll-Tønder. Ein Eisenbahnbetrieb nach Dagebüll besteht seit 1895. Vor fünf Jahren wurden die NEG-Strecken nach Dagebüll und bis zur dänischen Grenze umfangreich saniert. 2014 wird es zehn Jahre her sein, dass die NEG, eine Tochter der Luxemburgischen Staatsbahn, die in Insolvenz geratenen Nordfriesischen Verkehrsbetriebe (NVAG) übernommen hat.

Auf die letzten noch verkehrenden DB-Kurswagen verweisend erklärte Reinhard Meyer: „Wir wollen auf der Schiene noch attraktiver werden und mehr Gäste auf die Bahn holen.“ Doch auch der Zustand der Straßen im Land müsse verbessert werden. Meyer nannte dafür Mittel in Höhe von 28,5 Millionen Euro. Auf den desolaten Zustand der Landesstraße nach Dagebüll angesprochen, antwortete er: „Zusagen kann ich an dieser Stelle nicht machen.“ Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen forderte den Minister auch auf, die Straßen auf kommunaler Ebene nicht zu vergessen.

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