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Neue Erstaufnahme-Einrichtung : Innenminister stellt sich den Bürgern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die ersten Container stehen: In Husum wird eine Erstaufnahme-Einrichtung für bis zu 1500 Flüchtlinge aufgebaut. Am Montag, 7. Dezember, informiert Innenminister Stefan Studt die Bürger.

Noch in diesem Monat soll auf dem Multifunktionsgelände am Engelsburger Weg eine Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Dort plant das Land Schleswig-Holstein so schnell wie möglich – abhängig von den Erschließungsarbeiten – bis zu 1000, und bei Bedarf bis zu 1500 Asylsuchende unterzubringen. Aus diesem Grund laden Innenminister Stefan Studt, Bürgervorsteher Peter Empen und Bürgermeister Uwe Schmitz gemeinsam zu einer Einwohnerversammlung in das Nordsee-Congress-Centrum ein. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 7. Dezember, um 20 Uhr. Neben Studt, Empen und Schmitz werden der Leiter der besonderen Aufbauorganisation der Landespolizei und ein Vertreter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen.

Um die Flüchtlinge aufnehmen und adäquat unterbringen zu können, müssen auf dem Multifunktionsgelände bis zu 500 Container aufgestellt werden. Davon sollen 375 als Wohn- und Schlafräume für jeweils höchstens vier Menschen dienen. In den anderen Containern müssen die sanitären Anlagen und Waschmaschinen, aber auch eine Erste-Hilfe-Station sowie Kräfte der Landespolizei und eines privaten Sicherheitsdienstes Platz finden. Hinzu kommen Räume für Sprachkurse, Kinderbetreuung und Freizeitangebote. Auch ein Breitbandanschluss ist vorhanden. Außerdem wird eine Kantine errichtet, in der die Flüchtlinge versorgt werden. Gesichert ist das „Dorf“ mit einem Zaun – es wird einen Pförtnerdienst geben.

„Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten“, antwortete Bürgermeister Uwe Schmitz auf die Frage, wann er die ersten Asylsuchenden erwarte. Welche Organisation die Betreuung vor Ort übernehme, stehe ebenfalls noch nicht fest, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Verantwortlich hierfür sei das Landesamt für Ausländerangelegenheiten. Dazu kommen nach seinen Angaben verschiedene „logistische Herausforderungen“, die noch einer Lösung bedürfen.

Seitens der Stadt Husum wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Der Verwaltungschef lobte den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, die sich „über das Maß hinaus“ für Flüchtlinge engagieren.

Zum 31. Juli 2017 sollen die Container dan wieder abgebaut sein, damit die Messe „Husum Wind“, die im September 2017 stattfindet, vorbereitet werden kann. Dies ist vertraglich festgezurrt. Pächter der stadteigenen Multifunktionsfläche ist die Messe Husum & Congress GmbH & Co. KG, die mit Erlaubnis aus dem Rathaus das Gelände an das Land untervermietet hat.

Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, sollen eigentlich nach sechs bis acht Wochen die jeweilige Erstaufnahme-Einrichtung verlassen können. Ein Gesundheits-Check, erste Integrationsangebote sowie das Stellen des Asylantrags und eine Anhörung sind Maßnahmen, die zur Anfangszeit gehören. Aufgrund viel zu geringer Kapazitäten in diesen Einrichtungen werden Flüchtlinge jedoch oft viel früher weiter auf die Kreise und deren Kommunen verteilt.

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