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Husumer Nachrichten

18. November 2017 | 00:25 Uhr

Dockkoog : Inhaltliche Debatte vorweggenommen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

SPD und CDU aus Husum wollen nicht, dass der Deich im Dockkoog geöffnet wird, wie es eine Idee aus einer Projektgruppe vorsieht.

von
erstellt am 27.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Ob sie die Augen schließen, wenn sie beim Lesen des Abschlussberichtes beim Für und Wider für die dritte und die vierte Variante angekommen sind, werden SPD-Fraktionschef Horst Bauer und sein Kollege von der CDU, Christian Czock, sicherlich nicht verraten. Doch genau diese Vorschläge aus der Projektgruppe für die Neugestaltung des Dockkooges möchten die Vorsitzenden und ihre Fraktionen nicht weiter diskutiert wissen. In beiden Fällen geht es um eine Öffnung des Landesschutzdeiches und einen Deichneubau auf Porrenkooglinie. Ein entsprechender interfraktioneller Antrag ist im jüngsten Umwelt- und Planungsausschuss mit der SPD/CDU-Stimmenmehrheit mit 6:4 bei einer Enthaltung genehmigt worden. Die Eingabe der Wählergemeinschaft Husum (WGH), am Auftrag für die Gruppe festzuhalten, war nach der Abstimmung obsolet.

Dabei stand schon vorher fest, dass dieses „Denkverbot“ keine Konsequenzen haben wird. Denn die Gruppe ist unabhängig und wird auf Initiative des WWF sogar vom Bund gefördert. Dr. Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerbüros auf Anfrage: „Ich bin ein unverbesserlicher Optimist und hoffe, dass der Bericht mit allen unseren Argumenten gelesen wird. Wir haben am 10. Juni unsere nächste Sitzung, dann geht die Arbeit weiter.“ Geprüft würden alle vier Varianten.

Der Dockkoog müsse als Koog erhalten bleiben, lautet das Hauptargument von Bauer und Czock. Dass sie mit ihrem Vorstoß die für Herbst vorgesehene inhaltliche Debatte über Möglichkeiten für Tourismus und Naturschutz am Dockkoog vorweggenommen haben, sahen sie nicht. Dabei hatten Bürgermeister Uwe Schmitz, die Vertreter der Grünen, der WGH und des SSW mit engagierten Plädoyers die einst verabredete Offenheit angemahnt. Frank Hofeditz (Grüne) brachte es auf den Punkt: „Wir haben doch eine Variantenstudie in Auftrag gegeben.“

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