SPD : In Tönning bis zum Abitur

Die Eider-Treene-Schule wurde in den vergangenen Jahren zu einer modernen Gemeinschaftsschule ausgebaut.  Foto: wis
Die Eider-Treene-Schule wurde in den vergangenen Jahren zu einer modernen Gemeinschaftsschule ausgebaut. Foto: wis

SPD-Fraktion beantragt die Einrichtung der Sekundarstufe II an der Gemeinschaftsschule. Hauptausschuss gibt grünes Licht.

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06. Februar 2013, 08:42 Uhr

Tönning | "Vom 1. August 2013 haben Eltern ein Recht auf einen betreuten Krippenplatz für ihr Kleinkind", stellte der Vorsitzende des Tönninger Hauptausschusses, Michael Erichsen (CDU), in der jüngsten Sitzung des Gremiums fest. "Und deshalb werden wir den Städtischen Kindergarten entsprechend erweitern." Die Verwaltung hatte bereits den Architekten, der den Bau und den ersten Anbau der Kindertagesstätte ausführte, mit den neuen Plänen beauftragt. Es wird einfach nur ein Raum neben dem Eingangsbereich angefügt, um Platz für eine weitere Gruppe zu schaffen. Derzeit werden zehn Kinder in der Krippengruppe betreut.

Zwar könne man im Moment keinen konkreten Bedarf benennen, war aus der Verwaltung zu hören, aber man müsse den gesetzlichen Vorschriften Rechnung tragen. Außerdem dürfe die Stadt mit einer Förderung von 75 Prozent rechnen. Dazu Stefan Runge (SPD): "Wir wollen dem Gesetz Rechnung tragen und als Stadt auch etwas bieten können. Und eine Förderung in der Höhe wird es wohl nicht wieder geben." Das sahen auch die anderen Fraktionen so und deshalb gab es einen einstimmigen Beschluss, der Stadtvertretung diese Baumaßnahme zu empfehlen.

Auch in einem anderem Punkt der Tagesordnung ging es um den Nachwuchs.Die SPD-Fraktion wandte sich mit einem Antrag an den Ausschuss: Die Stadtvertretung möge die Einführung einer Sekundarstufe II nach dem G9-Modell an der Gemeinschaftsschule befürworten, damit auch in Tönning das Abitur abgelegt werden kann. Dazu Stefan Runge: "Das wäre eine langfristige Sicherung unseres Schulstandortes." Der Ausschuss signalisierte Zustimmung.

Schlechte Nachrichten dagegen hatte Bürgermeister Frank Haß zu verkünden: "Unser Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, Frank Sass, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück getreten." Persön liche Gründe seien genannt worden, so Haß weiter. Schon der Vorgänger von Frank Sass hatte seine Amtszeit abrupt beendet. 2009 war Sass zu seinem Nachfolger gewählt worden. Da aber die Wehr laut Gesetz nicht ohne Leitung sein darf, übernimmt der stellvertretende Gemeindewehrführer Wolfgang Clasen kommissarisch die Führung. Wegen der erforderlichen Neuwahl wurde der Termin der Jahresversammlung auf den 19. April verlegt. "Die Wehr bedauert diesen Rücktritt sehr", sagte Clasen.

In seinem Bericht ging Haß auch auf das Thema Städtepartnerschaft ein: "Die von uns angeschriebenen Vereine und Verbände haben kein Interesse daran signalisiert." Die geplante Erhöhung der Kreisumlage war ebenfalls Thema der Tagesordnung. Der Kreis hat ein heftiges Defizit zu verzeichnen. Zur Entlastung der Kommunen soll aber Geld, das er an anderer Stelle einspart, zur Hälfte bedarfsgerecht auf die Gemeinden verteilt werden. Insgesamt stehen 1,8 Millionen Euro dafür zur Verfügung (wir berichteten). Dennoch soll sich die Kreisumlage um 1,35 Prozent auf 37 Prozent erhöhen. Damit sind die Gemeinden nicht einverstanden und haben eine Stellungnahme formuliert, der sich die Stadt Tönning anschließen möchte und die den Fraktionen von der Verwaltung zur Diskussion übergeben wurde.

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