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Brandserie : In Süderstapel brennen Heuballen

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Erst brennt es im Wald, dann ein Sperrmüllhaufen, nun Heu. In Süderstapel glaubt niemand mehr an Selbstentzündung.

Dreimal Waldbrand an zwei verschiedenen Tagen, einen Sperrmüllbrand vor vier Tagen und in den frühen Stunden des Sonntags gingen wieder die Sirenen in Süderstapel (Kreis Schleswig-Flensburg) – keiner der vor Ort Anwesenden spricht mehr von Selbstentzündung oder Zufall. „Da ist, auch nach der Meinung der untersuchenden Polizeibeamten, Brandstiftung zu vermuten“ sagte Wehrführer Björn Baumann, der die Einsatzleitung vor Ort hatte.

Knapp 500 Rundballen bestes Bioheu fielen am Sonntag den Flammen zum Opfer. Mit Süder- und Norderstapel, Seeth und Drage waren vier Wehren mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Eine besondere Herausforderung waren die langen Wege, um das Wasser an den Brandherd zu bringen. „Ich schätze mal inklusive der Leitungsverzweigungen vor Ort haben wir rund drei Kilometer Schlauch gelegt“ würdigt Baumann die Leistung der Frauen und Männer.

Wenige Rundballen konnten mit einem Traktor noch aus der Gefahrenzone gebracht werden, ab sieben Uhr stand dann auch ein Bagger zur Verfügung, der die Ballen auseinanderzog, um die letzten Glutnester zu löschen. Diese Arbeit dauerte auch nach neun Stunden noch an. „Wir werden am späten Nachmittag oder frühen Abend endlich 'Feuer aus' melden zu können“ hofft Baumann.

Die Problematik von Maurice Staben, der selber mit am Strahlrohr stand, ist es jetzt, qualitativ gleichwertiges Heu für die Tierfütterung zu finden: „Wenn alle Stricke reißen, finde ich das erst in Bayern“ beschreibt der Landwirt seine Probleme. Bürgermeister Rainer Rahn aus dem Nachbarort Norderstapel kommentierte die Situation mit gefurchter Stirn: „Die Waldbrände waren ja dank früher Entdeckung schnell gelöscht, das ist jetzt eine Entwicklung zu Größerem.“

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erstellt am 12.Okt.2014 | 17:49 Uhr

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