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In Nordfriesland ist an vielen Stellen alles offen

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nordfriesland | Wer in Zukunft im nordfriesischen Kreistag die Richtung vorgibt, werden erst die politischen Verhandlungen zeigen. Und bei denen sind die Grünen das Zünglein an der Waage: Sie könnten sowohl - wie bisher - mit CDU und FDP ihre Jamaika-Koalition fortsetzen oder aber mit SPD, SSW und der Wählergemeinschaft NF ein ganz neues Bündnis eingehen. Die CDU konnte im Kreis ihre Position als stärkste politische Kraft verteidigen, doch SPD wie Grüne legten am meisten zu. Während SSW und die Wählergemeinschaft NF ihre Stimmenanteile behaupten konnten, verlor die FDP. Da auch Piraten und Linke in den neuen Kreistag einziehen, sind dort künftig acht statt sieben Parteien und Gruppierungen vertreten. Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber 2008 sogar leicht an.

Das gilt auch für die Wahl zur Stadtvertretung der Kreisstadt Husum, wo sich eine Patt-Situation von CDU und SPD ergeben hat. Zwar konnte die CDU etwas mehr Stimmen auf sich vereinen, doch bei der Sitzverteilung sind beide mit je neun Sitzen gleichauf. Die Grünen legten zu und sind im neuen Gremium mit drei statt zwei Abgeordneten vertreten. Während der SSW seine drei Sitze verteidigen konnte, büßte die Wählergemeinschaft aufgrund des neuen Zählsystems zwei ihrer bislang sechs Sitze ein. Und die FDP ist künftig nur noch mit einem Sitz vertreten - ebenso wie die Linke, die neu dazu kommt.

Auch in Friedrichstadt errangen CDU und SPD gleich viele Sitze, gefolgt vom SSW und dem Bürgerverein. In Bredstedt bleibt die Wählergemeinschaft trotz herber Einbußen stärkste Kraft in der Stadtvertretung vor CDU, SPD und SSW. In Tönning behauptete sich die CDU bei den Stimmenanteilen trotz Verlusten knapp vor der SPD. Der SSW konnte zulegen, die Wählergemeinschaft verlor. Die Sitzverteilung war gestern Abend noch nicht ganz klar.

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