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Landesweite Kooperation „Schule & Sport“ : In der Mittagspause den Körper fordern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Projekt „Schule & Sport“ des Landessportverbandes Schleswig-Holstein bringt den Nachwuchs im ganzen Land in Bewegung – auch am Husumer Theodor-Storm-Gymnasium.

„Kinder und Jugendliche für mehr sportliche Betätigung begeistern und dabei auch die körperliche und geistige Entwicklung junger Menschen unterstützen.“ Das ist das Ziel des landesweiten Kooperationsprojektes „Schule & Sport“ des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV). Der LSV und die Landesregierung haben daher bereits 1992 gemeinsam mit der Krankenkasse Barmer GEK und den Sparkassen in Schleswig-Holstein die Einrichtung von Schulsport-Arbeitsgemeinschaften zusätzlich zum schulischen Unterricht verabredet, wie Verbands-Geschäftsführer Thomas Niggemann bei einer Demonstration des Sportangebotes in der Theodor-Storm-Schule erläuterte.

So konnten allein im Schuljahr 2013/14 mehr als 300 Kooperationen zwischen offenen Ganztagsschulen und Vereinen abgeschlossen und finanziell unterstützt werden. „Ein Großteil der sportlichen Vereinbarungen ist mit Grundschulen getroffen worden“, so Niggemann. Hintergrund sei der ständige Ausbau von Schulen zu offenen Ganztagsschulen. Qualifizierte Trainerinnen und Trainer leiten die außerunterrichtlichen Sportstunden.

Wie das Ganze praktisch aussieht, demonstrierte Daniel Hötker aus der 13. Klasse. „Ich habe mich beim TSV Husum 1875 zum Trainer ausbilden lassen und spiele in der Mittagspause mit Schülerinnen und Schülern der sechsten und siebten Klasse Volleyball“, so der 19-Jährige. Sehr zur Freude der Schulleiterin. „Etwas Besseres konnte uns nicht passieren“, lobte Sibylle Karschin. „Schüler und Trainer kommen aus der gleiche Schule und kennen sich – das sind die besten Voraussetzungen für dieses Projekt.“ So wird die bewegte Mittagszeit drei Mal in der Woche angeboten – und kommt bei den Gymnasiasten sehr gut an. Karschin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, „dass wir diese Aufgabe nicht allein bewältigen können“. Die Offenen Ganztagsschulen bräuchten kompetente Sportvereine als Partner.

Die zusätzlichen Bewegungsmöglichkeiten könnten nicht hoch genug eingeschätzt werden, meint auch LSV-Geschäftsführer Niggemann. „Das Beispiel der Theodor-Storm-Schule zeigt den wichtigen Beitrag, den der Sport und insbesondere die Sportvereine zur Bildung leisten können.“ Und dabei nimmt er auch die Politik in die Pflicht: „Wenn wir den Bildungserfolg in Schleswig-Holstein steigern wollen, muss auch der Beitrag des Sports stärker genutzt werden.“ Sport müsse mehr als bisher als Bildungsfaktor in unseren Schulen anerkannt werden. Neben der motorischen Entwicklung werde auch das Sozialverhalten der Kinder untereinander gefördert, so Niggemann weiter. Doch auch die Eltern müssten in die Pflicht genommen werden. So sollten sie ihre Kinder dazu ermutigen, sich mehr zu bewegen und Sport zu treiben.

Im laufenden Schuljahr beteiligen sich landesweit über 100 Sportvereine an den mehr als 300 Projekten „Schule und Vereine“. Dafür stehen 145.000 Euro zur Verfügung. 45.000 Euro steuert das Ministerium für Schule und Berufsbildung in Kiel bei. Die restlichen 100.000 Euro kommen vom LSV sowie den beiden Partnern Sparkassen- und Giroverband und der Barmer GEK. „Dadurch können für mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein wöchentlich zusätzliche Sportangebote gemacht werden“, freut sich Niggemann.

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