zur Navigation springen

Zivilauto im Feuerwehrdienst : Immer ohne Blaulicht im Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Feuerwehr Winnert muss ihr Notstromaggregat mit einem Zivilfahrzeug transportieren, da der Dienstwagen zu klein ist. Die Mitglieder der Nachbarwehren staunten, denn zur abendlichen Großübung hatte das Einsatzfahrzeug einen VW-Transporter im Gefolge.

Mittwochabend: Großalarm für Winnert und die umliegenden Orte: In der Hauptstraße 37, so hieß es, sei ein Feuer in einem Einfamilienhaus ausgebrochen, zwei Personen sollen sich noch im Gebäude befinden. Staunen vor Ort bei Zuschauern und Feuerwehr-Aktiven: Gemeinsam mit dem Winnerter Einsatzfahrzeug erschien ein olivfarbener Pritschenwagen, allerdings ohne Blaulicht. Sechs Feuerwehrleute sprangen aus dem Einsatzfahrzeug, rannten zum Bully hinüber und buchsierten dort eine mehrere 100 Kilogramm schwere Notstromanlage unter der Plane heraus. Der Grund: Das Winnerter Feuerwehrauto ist bis unter das Dach mit Gerätschaften vollgepackt, für das Notstromaggregat ist kein Platz mehr.

Überzeugend hatte Wehrführer Heiko Mailahn in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung erneut darauf aufmerksam gemacht, dass für das Gerät kein Platz mehr im überalterten Einsatzfahrzeug ist. Das leistungsfähige und mit allen TÜV-Abnahmen versehene teure Notstromaggregat stellt einen besonderen Wert dar. Es ist ein Geschenk der Windfirma „Windservice NF“ und leistet besonders ab der abendlichen Dämmerung und bei allen nächtlichen Einsätzen eine lebenswichtige Unterstützung, weil es die Ausleuchtung der Notfallstellen „steckdosenunabhängig“ ermöglicht. Nach den Winnertern trafen innerhalb von Minuten fünf Feuerwehrfahrzeuge ein, Atemschutzgeräteträger drangen in das Haus ein, aus dem starker Qualm drang. 56 Feuerwehrleute übernahmen zahlreiche Aufgaben – vom Ausrollen der Schläuche über den Löschangriff bis hin zur Umleitung des Verkehrs. Die hierbei gezeigte Leistung blieb nicht ohne „Außenwirkung“: Zur Freude von Wehrführer Heiko Mailahn – der diese große Übung gemeinsam mit seinem Stellvertreter Nils Reimers ausgearbeitet hatte - erklärten sich zwei Einwohnerinnen zur Mitarbeit in der Wehr bereit. Aktuell gehören der Winnerter Feuerwehr 39 Einsatzkräfte an, davon sind drei weiblich. Der Einsatz war um 20.30 Uhr abgearbeitet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen