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Ein anstrengendes Jahr : Immer einsatzbereit – ob bei Flut oder Orkan

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Mildstedter Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr viele Dutzend Male alarmiert. Der forderndste Einsatz war während und nach dem Orkan „Christian“. Aber auch beim Elbehochwasser halfen die Mitglieder Menschen in Not.

Die „Alten“ sind gleichzeitig die „Neuen“ – an der Spitze der Mildstedter Feuerwehr ändert sich nichts. Sowohl Wehrführer Hartmut Jessen als auch sein Stellvertreter Holger Funk wurden in ihren Ämtern bestätigt. Auch Gruppenführer Niels Carstens bleibt dank eines positven Votums auf seinem Posten. Damit war ein Lob verbunden, denn der Firmenchef war auf Landesebene dafür ausgezeichnet worden, dass er ein großes Herz für die Feuerwehr zeigt und seine Angestellten „ohne Wenn und Aber für den Einsatzdienst freistellt“. Neu in der Führungsriege ist der 22-jährige Steffen Böhmer, der die Nachfolge von Jugendwart Holger Graunke antritt. Nachdem diese Ämterbesetzungen in geheimer Wahl erfolgten, gab es anschließend eine offene Abstimmung für die stellvertretenden Gruppenführer Torben Hansen und Dirk Pilz. Den Festausschuss legte der Wehrführer anhand der Namensliste fest. Neue Kassenprüfer sind Daniel Jessen und Rune Thielmann.

Der Einsatzbericht des Wehrführers fiel lang aus. 31 Alarmierungen wurden von der 52-köpfigen Einsatzabteilung abgearbeitet, im Durchschnitt rückten 18 Aktive aus, darunter zu vier Verkehrsunfällen, zwei davon in der Nachbargemeinde Südermarsch. Nicht in der Liste aufgeführt sind die vielen Einsätze anlässlich der Orkantiefs „Christian“ und „Xaver“. Besonders „Christian“ Ende Oktober hatte die Mildstedter Wehr in starkem Maße gefordert. Allein auf der Ostenfelder Landstraße lagen zahlreiche Bäume. Und den Naturerlebnisraum Mildstedter Tannen hatten die Orkanböen praktisch dem Erdboden gleich gemacht. Aber auch im übrigen Gemeindegebiet war die Feuerwehr mächtig gefordert.

Der derzeitige Personalbestand: 52 Einsatzkräfte (darunter vier Frauen), 25 Jugendliche und 20 Ehrenmitglieder. Die Wehr verfügt über vier moderne Einsatzfahrzeuge, eine Abordnung fuhr zum Fluthilfe-Einsatz nach Sachsen-Anhalt. Im Juni wurde ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt.

Wehrführer Hartmut Jessen dankte Gemeindeführung, Förderern, Sponsoren und allen Aktiven. Eine klägliche Bilanz trug Peter Holst vom Musikzug vor: „Wir waren mal 38 – davon ist nichts nachgeblieben.“ Berichte legten auch Sicherheitsbeauftragter Christian Andresen, Helmut Bahr für die Reserveabteilung und Brandschutz-Fachwart Holger Funk ab. Aus der Jugendwehr wurden feierlich übernommen: Selina Joost, Lasse Hansen, Tim Carstens, Lukas Raudszus, Michael Noack und Timo Petersen. Übernommen wurde auch Feuerwehrmann Lutz Hauer von der Wehr Gerichshain. Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Krause dankte: „Ich war selbst lange Zeit im Rettungsdienst und weiß, was die Einsatzarbeit bedeutet.“ Kreisbrandmeister Christian Albertsen ging auf die Orkaneinsätze ein. Amtswehrführer Tim Petersen und zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit der Wehr.

Großer Dank ging an die Firma Elektro-Bau Nissen in Tönning – sie hat der Wehr eine Führungslichtanlage zu Testzwecken geschenkt. Die Einrichtung wird bei Verkehrsunfällen aufgebaut.

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