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Husumer Jahresempfang : Im Rathaus mit und ohne Uniform

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Humorige Ansprache und leckere Suppe: Den Jahresempfang von Stadt und Bundeswehr nutzten 350 Bürgerinnen und Bürger für lockere Gespräche

So brechend voll ist das Rathaus selten: Schon vor dem Beginn des traditionellen gemeinsamen Jahresempfangs von Stadt und Bundeswehr hatte sich eine dichte Menschentraube vor der Eingangstür gebildet. Und am Ende drängten sich rund 350 Soldaten und Zivilisten im Foyer und auf der Empore im ersten Stock, die von fleißigen Ordonnanzen mit Sekt, Orangensaft und anderen Getränken versorgt wurden. Als besondere Gäste dabei auch Ehrenbürger Prof. Karl Ernst Laage und der Träger des Ehrenringes der Stadt, Dr. Ulf von Hielmcrone.

Diese beiden waren denn auch die einzigen, die Bürgermeister Uwe Schmitz in seiner humorigen Ansprache namentlich erwähnte, abgesehen von den angehenden Abiturienten der Theodor-Storm-Schule Luca Krahnen und Eduardo „Eddy“ Sonnenschein, die für die musikalische Untermalung sorgten. Und als Verwaltungschef einer Garnisonsstadt mit gleich zwei militärischen Verbänden, deren Aufgabe in der Bundeswehr einzigartig ist, galt der erste Teil der Rede den Bürgern in Uniform. Bei denen dominierte übrigens eindeutig das Luftwaffen-Blau der Angehörigen des Flugabwehrraketengeschwaders 1. Als besonders erfreulich hob Schmitz zunächst aber den Aufwuchs des Spezialpionierbataillons 164 zum Spezialpionierregiment 164 „Nordfriesland“ hervor, das seit seiner Indienststellung im Januar mit der Stadt durch eine Patenschaft verbunden ist.

Schmitz stellte die Frage, ob es denn in einer Zeit, wo Terroristen in Europa Angst und Schrecken verbreiten und Millionen verfolgter Menschen auf der Flucht sind, noch sinnreich sei, am minutiösen Schutz- und Ordnungssystem der deutschen Verwaltung festzuhalten – und beantwortete die Frage selbst mit einem eindeutigen „Ja“. „Aber“, so der Verwaltungschef, „aus meiner persönlichen Sicht übertreiben wir maßlos.“ Solle ein guter Gedanke in eine Rechtsnorm gegossen werden, werde alles bis ins kleinste Detail geregelt – bis diese „am Ende mindestens 50 Paragraphen und 25 Seiten umfasst und sie der normale Mensch nicht mehr verstehen kann“.

Nach einem kurzen Abriss der Entwicklung, die die Stadt im vergangenen Jahr genommen hat, übergab er das Wort an den Kommodore des FlaRak-Geschwaders , Oberst Bernd Stöckmann – nicht ohne ihn darauf hinzuweisen, bloß nicht zu vergessen, am Ende seiner Ausführungen das Buffet zu eröffnen. Was dieser auch tat, nachdem er in seiner kurzen Ansprache erfreut feststellte, dass alle seine Soldaten aus dem nun beendeten Auslandseinsatz in der Türkei gesund zurückgekehrt seien und den jetzt nach Mali entsandten Spezialpionieren dasselbe wünschte. Zwei verschiedene Suppen sorgten anschließend für eine ausreichende Grundlage bei vielen Gesprächen zwischen Husumern mit und ohne Uniform.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 09:00 Uhr

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