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Eider-Treene-Sorge-Liner : Im Luxusbus zum Sportunterricht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der komfortable Reisebus wurde zum Preis eines gebrauchten Linienbusses gekauft, um eine eigene Schulbusverbindung anbieten zu können. Insgesamt stehen der Stadt Tönning drei Busfahrer zur Verfügung.

Seit Einführung der Sekundarstufe II – also der gymnasialen Oberstufe – fragen sich Schulleitung und -träger wie das Bildungsangebot an der Eider-Treene-Schule (ETS) aussehen soll. Allen ist klar, dass die Kinder in der Region ein großes Angebot bekommen sollen, so Schulleiterin Telse Schreiber. Jedoch geht es ihr um eine Wahlmöglichkeit unterschiedlicher Bildungsangebote.

Da im Umkreis von 40 Kilometer kein Sportprofil angeboten wird, reifte die Überlegung, diese Lücke zu schließen. Aufgrund vieler Eltern- und Schülergespräche, so die Schulleiterin, wurde deutlich, dass eine Nachfrage nach einem Sportprofil groß sei. Bereits jetzt wird an der ETS in den Jahrgangsstufen sieben bis zehn als Wahlpflichtunterricht „Fit und gesund“ angeboten – sowohl mit theoretischen, als auch praktischen Inhalten. Gesundheitserziehung und Fitness stehen ebenfalls im Programm.

Den Schülern stehen neben der teilbaren Großsporthalle eine Mehrzweckhalle innerhalb des Schulgebäudes, eine Kegelbahn, ein Kleinspielfeld, ein Sportplatz mit 400-Meter-Rundbahn und Leichtathletikanlagen zur Verfügung. Die Freiplätze des örtlichen Tennisvereins und das beheizte Meerwasserschwimmbad runden das Angebot ab.

Für die neu eingerichtete Oberstufe werden kurzfristig weitere Sport-Lehrer eingestellt. Das Fach Sport als Profilfach wird in der Oberstufe. mit vier Stunden unterrichtet. Zusätzlich zum Profil wird es begleitende Fächer geben, die einen engeren Bezug zu Sport haben. Beispielsweise wird im Fach Biologie Sportbiologie Einzug finden, in den Fächern Wirtschaft und Politik Sportmarketing und im Fach Physik biomechanische Bewegungslehre.

Da wir im Rahmen der freien Schulwahl auch denen die Möglichkeit geben wollen, von diesem Angebot zu profitieren, die nicht so gut an die Tönninger Schule angebunden sind, wird seit kurzem eine eigene Schulbusverbindung angeboten, so Bürgermeister Frank Haß. Der ETS-Liner fährt um 6.30 Uhr über Seeth, St. Annen, Lehe, Lunden, Krempe, Flehde und Hemme nach Tönning, und um 13.05 Uhr und 14.55 Uhr von Tönning wieder die gleiche Strecke zurück.

Die Schule konnte aus einer Firmeninsolvenz in Italien einen hoch komfortablen Reisebus zum Preis eines gebrauchten Linienbusses kaufen. „So können wir eine sichere und gleichermaßen komfortable Schülerbeförderung sicherstellen, erklärt Haß. Insgesamt stehen der Stadt Tönning drei Busfahrer zur Verfügung. Für eine monatliche Pauschale von 45 Euro können wir einen kostendeckenden Transport auch über den Bereich Dithmarschen sicherstellen.


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erstellt am 07.Okt.2014 | 07:00 Uhr

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