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Zeit für gute Vorsätze : Im Januar rappelt das Laufband

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum Jahresbeginn melden sich viele Guter-Vorsatz-Athleten im Fitness-Studio an – doch nur jeder Dritte bleibt bei der Stange.

Wer in einem der Husumer Fitness-Studios trainiert, sollte dort in diesen Tagen die Ruhe genießen: Ab kommender Woche wird es wieder voll, dann stürmen die Guter-Vorsatz-Athleten Laufband, Rudermaschine und Beinpresse. Rund drei mal so viele Menschen wie im Rest des Jahres melden sich im Januar im Fitness-Studio an, schätzt Walter Schröder. Er betreibt in der Storm-Stadt zwei Einrichtungen, das Firstfit und das Fitnesscenter Husum. „Zwischen den Tagen trainieren vor allem unsere Bestandskunden recht intensiv, die Neuanmeldungen kommen wirklich mit dem neuen Jahr“, weiß er.

Und wie viele der Spontan-Sportler zum neuen Jahr können ihren inneren Schweinehund langfristig überwinden? Wie viele das Handtuch hinschmeißen, sei von Studio zu Studio unterschiedlich, sagt Schröder: „Branchenübergreifend – wenn man auch die Discounter-Studios mit einrechnet – würde ich sagen, nur einer von Dreien bleibt dabei.“ Dabei gebe es aber einen Unterschied zwischen den günstigen Studios und den anderen Anbietern: „In Studios, in denen die Kunden gut betreut werden, ist die Rate derjenigen, die schnell wieder aufgeben, deutlich geringer.“

Auch Bettina Arning vom Studio Aktiv Plus weiß, dass die hochmotivierten Neukunden im Januar nicht unbedingt bei der Hantel-Stange bleiben: Bis zum Sommer halten viele noch durch, dann sei aber häufig auch wieder Schluss mit den hehren Zielen. Ohnehin: Der Hochsommer ist für die Fitness-Studios die ruhigste Zeit. Um möglichst viele Neu-Sportler zu halten, sei eine gute und enge Betreuung durch das Trainings-Personal das A und O.

Henrietta Nielsen von der Fitness-Kette Well You kennt die Guter-Vorsatz-Athleten natürlich auch: „Die gibt es überall, viele kommen wirklich nach den ganzen Festtags-Essen auf die Idee, jetzt endlich mal Sport zu machen.“ Und manch einer erinnert sich zum neuen Jahr auch daran, dass er irgendwann mal Mitglied im Fitness-Studio geworden ist und rafft sich angesichts seiner guten Vorsätze wieder auf.

Dass es nicht ganz so einfach ist, den inneren Schweinehund langfristig zu überlisten, weiß auch Nielsen: „Da helfen nur die einfachen Tricks. Wie? Nach der Arbeit direkt zum Sport fahren und nicht erst nach Hause. Denn dann kommt man gar nicht mehr vom Sofa hoch.“ Ansonsten rät sie bei aktuter Demotivation: Trainer ansprechen – und ehrlich zugeben, dass man gerade eigentlich gar keinen Bock mehr hat. „Es ist ja vollkommen normal, so ein Tief erlebt jeder. Und der Trainer kann Wege finden, dass es wieder mehr Spaß bringt.“

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erstellt am 29.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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