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Buckelpiste wird erneuert : Im Herbst beginnt der K 135-Ausbau

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr rechnet frühestens Ende Mai 2017 mit der Fertigstellung des K 135-Ausbaus in Schwabstedt. Die Behörde räumt Fehler bei der Rodung einer Hecke und von Bäumen ein.

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erstellt am 10.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Aufregung in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung in Schwabstedt. Ohne Absprache wurden im Zuge des geplanten Ausbaus der K 135 Hecken entfernt und große Bäume gefällt, beklagte ein Gemeindevertreter. Auch Bürgermeister Jürgen Meyer war verärgert und sagte: Da scheinen Absprachen nicht eingehalten worden zu sein.“ Von fünf solcher Vorfälle wurde berichtet – in der Treenegemeinde kocht die Gerüchteküche, es wird sich gar lustig gemacht über den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mit seiner Niederlassung in Flensburg, denn der zeichnet dafür verantwortlich.

Karl-Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung, steht zu den Maßnahmen. Allerdings weist er ausdrücklich darauf hin, dass es lediglich einen Ausrutscher gegeben habe. Der sei allerdings auch nicht zu erklären.Nun müsse mit dem Grundstücksbesitzer verhandelt werden, wie die gefällten Bäume und die entfernte Hecke ersetzt werden können. „Ganz wieder herstellen, lässt sich so etwas ja nicht.“ Alle weiteren Maßnahmen, unterstreicht Roos, seien rechtens gewesen. Und er weist zudem den Vorwurf zurück, dass die betreffenden Grundeigentümer nichts von der Aktion im Vorwege gewusst hätten. Die Verhandlungen mit dem Kreis seien abgeschlossen und daher befinden sich die Hecken und Bäume auch nicht mehr im Besitz der Anlieger. Der neue Besitzer bräuchte ja nicht zu informieren, wenn er Hecken und Bäume entfernen wolle, allerdings sei dies nicht unbedingt glücklich. „Vielleicht hätte man vorher mit den Anliegern sprechen sollen“, räumt Roos ein.

Warum der Trupp überhaupt jetzt schon in Schwabstedt angerückt ist, erklärt der Niederlassungsleiter mit den gesetzlichen Fristen für Baumfällaktionen. Da die Sanierung, beziehungsweise der Ausbau der K 135, die Ortsdurchfahrt Schwabstedt, im Herbst beginnen soll, mussten die Pflanzen entfernt werden, da sie dann erst wieder im November hätten beseitigt werden dürfen. „Wir sind da auf die gesetzlichen Fristen angewiesen.“

Das rund ein Kilometer lange Straßenstück durch den Ort spottet jeder Beschreibung. Eine Buckelpiste ist im Vergleich zu der Kreisstraße eine erschütterungsfreie Bahn. Bereits seit mehr als als 20 Jahren wartet die Gemeinde auf eine Sanierung. Doch geschehen ist nichts, es wurden immer nur die tiefsten Schlaglöcher aufgefüllt. Rund 1,2 Millionen Euro investiert der Kreis Nordfriesland in die Sanierung der Straße, weitere 200.000 kommen von der Gemeinde.

Im Herbst, der genaue Baubeginn steht noch nicht fest, soll es mit der gründlichen Sanierung losgehen. Roos, der von einem Ausbau spricht, betont, dass der ausführenden Firma dabei viel Freiraum gelassen werde, denn dies verringere die Baukosten. „Wenn wir Termine genau vorschreiben, dann muss sich das Unternehmen an die Vereinbarungen halten, und das macht es nur noch teurer“, sagt er. Daher werde im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen, so wie die Firma es plane.

Allerdings werde die Winterpause dann wohl länger werden, als die gesamte Bauzeit, denn mit einer Fertigstellung des einen Kilometer langen Straßenstücks rechnet Roos für Ende Mai 2017. „Vorher können wir gar nicht vernünftig asphaltieren, die Temperaturen müssen auch stimmen.“ Wie es mit der Verkehrsführung während der Bauzeit aussehen wird, stehe noch nicht fest. Er rechne nicht damit, dass es eine Vollsperrung geben werde. Allerdings, wenn die letzte Deckschicht aufgetragen werde, dann müssten die Schwabstedter wohl zwei Tage mit einer Vollsperrung leben. „Das kommt dann aber der Qualität des Belags zu Gute“, betont der Niederlassungsleiter.

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