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Nordfriesland : Im ganzen Kreis auf spannender Bildungsreise

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das ist neu: Die Aktiv-Regionen Nord und Südliches Nordfriesland legen Bildungslandkarten vor, auf denen die außerschulischen Lernorte im Kreis zu finden sind.

Ist etwa das verschollene Bild eines Heimatmalers aufgetaucht? Oder gar ein weiteres Porträt aus dem Nachlass des Museums-Stifters Ludwig Nissen? Wäre nicht schon aus der Einladung hervorgegangen, dass an diesem Vormittag im Nordfriesland-Museum in Husum zwei Aktiv-Regionen künstlich Spannung erzeugen, man hätte fast vor Neugier platzen mögen. Und schon mal vorab heimlich einen Blick unter das rote Tuch werfen wollen, das da zwei nebeneinander im Saal stehende Flipcharts verdeckt. Doch dann müsste man erst einmal an Joschka Weidemann vorbei  .  .  .

Der Regionalmanager der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland lässt sie noch ein wenig zappeln, die geladenen Gäste dieser „feierlichen Enthüllung“. Ganz im Sinne von Carla Kresel, seiner Amtskollegin der Aktiv-Region Nordfriesland Nord. Gemeinsam mit Yannek Drees, der bei der Eider-Treene-Sorge GmbH für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, und der wissenschaftlichen Museums-Mitarbeiterin Tanja Brümmer, wollen die beiden erst ein paar grundsätzliche Erklärungen loswerden, bevor sie die Katze auch optisch aus dem Sack lassen. Dazu haben sie auch einen der „Finanziers“ gebeten: Claus Röhe, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Nordsee-Treene und Vorsitzender der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland.

Um das Rätsel zu lösen: Unter dem Vorhang wird schließlich ein Gemeinschaftsprodukt zum Vorschein kommen, das laut Weidemann absolut neu ist – eine plakative Übersicht von außerschulischen Lernorten im Kreis: eine sogenannte Bildungslandkarte pro Aktiv-Region.

„Lernen macht Spaß“ – dieses Motto gibt Drees dem Projekt, dessen Enthüllung man „hochdramatisch vorbereitet“ habe und „das aus den Netzwerken Bildungsarbeit Nord und Süd der Aktiv-Regionen hervorgegangen ist“. Wobei – wie Weidemann ergänzt – die Idee, die vielfältigen Bildungsangebote in Nordfriesland einmal kooperativ aufzuzeigen, im südlichen Netzwerk entstanden sei.

Die beiden Landkarten gibt es im (gerne auch für Enthüllungen genommenen) DIN-A  1-Format oder als kleineres Poster in A  3. Optischer Aufbau und Farbgebung sind aufeinander abgestimmt, die außerschulischen Lernorte mit der Unterzeile „Bildung erleben in der Aktiv-Region  .  .  .“ jeweils in vier Kategorien eingeteilt: Natur (grün unterlegt), Wirtschaft und Handwerk (rosafarben), Kultur und Geschichte (blau) sowie Spiel, Begegnung und Teambildung (rot).

Aufgelistet sind auf diese Weise insgesamt 36 pädagogisch wertvolle Anlaufstellen – 20 im Norden, 16 für den Süden des Kreises. Jedem Lernort werden die wichtigsten Kontaktdaten und eine Kurzfassung des Angebots zugeordnet. Außerdem ist neben einem Logo oder einem kleinen Bild auch zu sehen, wo man die Einrichtung auf der Landkarte findet.

Um das Prinzip zu veranschaulichen (die Karten sind schließlich noch verdeckt), führen die Regionalmanager einzelne Beispiele an – Motto: „Raus aus der Schulklasse, rein in eine neue Lern-Umgebung.“ Während Weidemann etwa auf das Erfahrungsfeld Mars-Skipper-Hof in Kotzenbüll mit seinen 80 Spielstationen verweist (Stichworte: Teambildung und Inklusion), bringt Kresel die Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland ins Spiel: „Zwei Stunden lang die Sortierschleife in Ahrenshöft zu besichtigen und dabei auf die 42 Meter hohe geschlossene Deponie zu klettern – das ist eine aufregende Sache.“ Und, so die für den Norden zuständige Regionalmanagerin, „ganz nah an unserem Leben“.

Das gilt auch für das Naturzentrum Mittleres Nordfriesland, das von einem ehrenamtlichen Verein getragen wird. Dessen Vorsitzende Annemarie Matthießen gehört zu der kleinen Schar von Gästen, die an diesem Vormittag ihre ebenfalls auf den Bildungslandkarten zu findenden Einrichtungen vertreten. „Wir haben das Haus in Bredstedt zu einem Natur-Erlebnisort umgebaut, an dem die Landschaften Nordfrieslands abgebildet werden“, so Matthießen. „Wir sind das Hinterland vom Nationalpark Wattenmeer, in dem 14 Schutzgebiete dem Regelwerk Natura 2000 unterliegen.“ In diesem Sinne beteilige man sich an allem, „was für Schulen interessant ist“.

Apropos: Schulen und Kindergärten sollen als Hauptzielgruppen über die Ämter mit der Auflistung beliefert werden. Daneben, so Weidemann, seien die Karten auch für die Freizeitgestaltung von einheimischen Familien und Urlaubern gedacht – und über die Tourist-Informationen erhältlich. Außerdem können die Plakate aus dem Internet heruntergeladen werden – unter www.aktivregion-nf-nord.de und www.aktivregion-snf.de. „Lernen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch spannend“, sagt Röhe. „Die Bildungslandkarten sind ein ganz wichtiges Instrument, um diese Botschaft zu verbreiten.“

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erstellt am 04.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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