zur Navigation springen

Hilfe für Lebensretter : Im Ernstfall zählt jede Minute

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nur noch bis Januar hat die DLRG St. Peter-Ording Zeit, Geld für ein neues, PS-starkes Einsatzfahrzeug zu sammeln. Den Pick-up benötigt sie für Rettungsfahrten am Strand.

Helfen ist ihre Leidenschaft, doch nun brauchen die Ehrenamtler der DLRG St. Peter-Ording selbst Unterstützung von der Bevölkerung. Sie benötigen Geld für den Kauf eines PS-starken Einsatzfahrzeugs, mit dem beispielsweise Krankenwagen aus dem Strandsand gezogen werden können. Denn im Ernstfall zählt jede Minute. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr steht das Team für Rettungseinsätze an dem riesigen Strand des Nordseebads bereit. Die Retter helfen Schwimmern, Surfern und Wattwanderern aus der Not und auch den Besuchern der Großveranstaltungen im Nordseebad. Für die entsprechende Ausbildung und Ausrüstung investiert die DLRG St. Peter-Ording viel Zeit und Geld.

Zum Jahresanfang standen die Retter allerdings vor einem nahezu unüberwindlichen Problem: Den Ehrenamtlern waren fast zeitgleich zwei Allrad-Einsatzfahrzeuge ausgefallen, wie der Technische Leiter Einsatz des Ortsvereins, Nils Stauch, berichtet. Die finanzielle Situation erlaubte es, kurzfristig ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen und es mit allem Nötigen, wie Blaulicht, Funk und Halterungen für die Medizintechnik, zu versehen. Um das zweite Fahrzeug zu ersetzen, war in der Kasse kein Geld mehr, und so wurde ein Spendenaufruf auf der Internetseite des Vereins platziert.

Zeitgleich suchte Volkswagen Nutzfahrzeuge nach einem möglichen Projektpartner für den Aufbau eines Rettungsfahrzeugs und stieß durch Zufall im Internet auf den Spendenaufruf. Schnell waren sich beide Seiten einig. Und so tat bereits im Sommer das neue Fahrzeug seinen Dienst am Strand von St. Peter-Ording. Im Heck verbergen sich gut ausgestattete Auszüge, die es den Rettern erlauben, im Einsatz von allen Seiten schnell ihr Material zu entnehmen. „Ausgerüstet mit modernster LED-Technik, Arbeitsbeleuchtung, Geländefahrwerk, Seilwinde und vielen Extras hat sich der Amarok in zahlreichen Einsätzen am Strand und im Ort bereits bewähren können“, so Nils Stauch. „Selbst mit schweren Motorrettungsbooten, die durch den feinen Strandsand gezogen werden mussten, hatten wir das Gefühl, dass noch Sicherheitsreserven übrig sind. Auch die Seilwinde ist mehrfach erfolgreich zum Einsatz gekommen, beispielsweise als sich Krankenwagen mit Patienten an Bord am Strand festgefahren hatten und sonst nur noch ein Traktor hätte helfen können“, so Stauch weiter.

Das Fahrzeug steht allerding nur noch bis Anfang Januar 2015 zur Verfügung. Danach werde ein Gutachter den Restwert ermitteln, den die DLRG zahlen muss, will sie das Gefährt behalten, wie Stauch erklärt. Unterstützung bei diesem Vorhaben erhält die DLRG auch von der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, die den Erlös des Benefizkonzertes der Big Band der Bundeswehr in St. Peter-Ording zur Verfügung stellte. Zahlreiche Hotel- und Gewerbebetriebe, ebenso wie Privatpersonen haben ebenfalls gespendet. Darunter auch die German Parakart Association (GPA), die mit mehr als 2500 Mitgliedern zu einem der größten ortsansässigen Vereine St. Peter-Ordings zählt. Die Kitebuggyfahrer übergaben jetzt 3750 Euro. Unter anderem veranstaltete die GPA unter Federführung des Hamburger Kiter-Stammtisches zwei Aktionen, bei denen Interessierte gegen eine Spende bei einem erfahrenen Kitebuggy-Piloten mitfahren konnten. „Dank der großartigen Unterstützung der GPA sind wir nun ein ganzes Stück zuversichtlicher geworden. Wir benötigen jedoch noch weitere Spenden, um das Fahrzeug dauerhaft in St. Peter-Ording behalten zu können“, so Stauch.

Weitere Informationen im Internet unter http://st-peter-ording.dlrg.de/.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Okt.2014 | 14:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen