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Nordstrand: Miteinander ist wichtig : Ideen haben die Jugendlichen genug

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Treff der Jugend über dem Feuerwehrgerätehaus auf der Insel Nordstrand wird gekocht, gechillt, gekickt und viel miteinander gesprochen. Die Besucher entwickeln viele Ideen und kochen auch gern miteinander.

Emsiges Treiben herrscht im Jugendtreff Nordstrand direkt über dem Feuerwehrgerätehaus. Die neuesten Hits tönen aus den Lautsprecherboxen der Musikanlage. Entspannt und fröhlich ist die Atmosphäre unter den heute 15 anwesenden Kindern und Jugendlichen. Während die drei Jungen sich am Kickertisch vergnügen, sind die Mädchen mit Backen und Kochen beschäftigt. „Wir wollen heute richtig toll essen“, sagt die zwölfjährige Alida Laudahn. Sie hat bereits mit einigen Freundinnen den großen Tisch gedeckt. „Jeder von uns hat seine Aufgabe. Wir haben das vorher besprochen“, sagt die Schülerin der Herrendeichschule. Sie hat Muffins gebacken und gönnt sich gerade eine kleine Auszeit. Dabei ist Probieren Pflicht. Regelmäßig sei sie mittwochs da. Es mache Spaß, mit Klassenkameradinnen oder Freundinnen zu chillen, zu schnacken oder zu spielen. Außerdem könne man mit Gerda viel Spaß haben.

Die Rede ist von Gerda Sprengel. Seit Herbst 2013 engagiert sich die agile Ehrenamtlerin für den Jugendtreff. „Das hält jung, und die offene Jugendarbeit ist wichtig. Egal, wie viele kommen, Hauptsache, sie sind hier und zusammen“, so die im Ruhestand lebende Sozialpädagogin. Die Kinder und Jugendlichen würden zu ihrer Freude immer wieder Eigeninitiative entwickeln. Alles werde untereinander abgesprochen und dann umgesetzt, so wie gerade das Kochen für die kulinarische „Verwöhn-Aktion“. Sie habe da keine Aktien drin.

Im vergangenen Jahr hätten sich die jungen Leute beim Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt vorgestellt, in der DRK-Sozialstation und in der Kurverwaltung umgesehen und sich über die Aufgaben informiert, und es habe eine Übernachtungsaktion gegeben. Parallel laufe derzeit ein Foto-Projekt. „Die Kinder fotografieren Motive ihrer Heimatinsel. Vielleicht machen wir damit mal eine Ausstellung hier im Haus“, so Gerda Sprengel.

Kaum ausgesprochen, ist sie schon wieder mittendrin im Geschehen, schaut hier nach dem Rechten, beantwortet da Fragen der Jungen und Mädchen, gibt Tipps beim Kochen und begrüßt nebenbei eine Mutter, die ihre Tochter zum Treffpunkt gefahren hat. „Ich finde das klasse. Hier kann ich Freunde treffen und nach der Schule abhängen. Wir sprechen viel miteinander und immer wieder fällt uns was Neues ein, was wir machen können“, sagt die elfjährige Hanna Jacobsen begeistert.

Auch die Jungen haben ihren Spaß im Treff. „Wir hören gern Musik und spielen Kicker“, erzählen Finn (13), Haris (12) und Nils (14) unisono. Seit Herbst des vergangenen Jahres wird die Ehrenamtlerin von der Nordstranderin Bianca Schäfing unterstützt. Sie macht derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin. „Wir haben uns die Aufgaben geteilt. Ich habe donnerstags die Gruppe der Älteren ab 16 Jahren. Derzeit sind es im Schnitt um die acht Jugendliche, die ab 19.30 Uhr herkommen“, berichtet sie. Ihr nächstes Projekt werde die Umgestaltung der Räume sein. „Die Wände könnten neue Farbe gebrauchen. Mal sehen, was den Jugendlichen dazu einfällt“, so Schäfing. Klasse finde sie, dass viele Nordstrander als Sponsoren agierten. Oft werde nur gefragt, was gebraucht werde, und meist gingen die Wünsche schon nach kurzer Zeit in Erfüllung. Auch die Gemeinde stehe dahinter.

Die Öffnungszeiten des Domizils im Feuerwehrgerätehaus sind mittwochs von 16.30 bis 21.30 Uhr (bis 14 Jahre) sowie donnerstags von 19 bis 21.30 Uhr, in den Ferien nach Bedarf. Auch interessierte Gäste, Eltern und Großeltern, sind willkommen. Weitere Informationen unter Telefon 04842/1643619 (Sprengel).

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