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Feier an Eider-Treene-Schule : „Ich fühle mich gut aufgehoben“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die neue Direktorin der Tönninger Eider-Treene-Schule, Stephanie Heß, wurde offiziell in ihr Amt eingeführt. Seit September leitet sie die Gemeinschaftsschule mit Außenstelle Friedrichstadt.

Dabei zu sein, das wollten sich viele nicht nehmen lassen: Anlässlich der Amtseinführung von Schulleiterin Stephanie Heß war die Aula der Eider-Treene-Schule gut gefühlt. Unter den Gästen waren unter anderem der stellvertretende Bürgervorsteher Andreas Berg, Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt, die ehemalige Schulleiterin Telse Schreiber, Pastorin Gisela Mester-Römmer, Bernd Busch von der Polizei, Sybille Karschin, Direktorin des Theodor-Storm-Gymnasiums in Husum, und Schulleiter Jürgen Schmidt vom Heider Werner-Heisenberg-Gymnasium, der die Lehrerausbildung in der Sekundarstufe II in Tönning unterstützt. Dr. Karsten Jonas vom Bildungsministerium ließ sich allerdings krankheitsbedingt entschuldigen. Und Bürgermeisterin Dorothe Klömmer konnte – weil sie wegen der laufenden Krankenhaus-Angelegenheit unterwegs war – ebenfalls nicht teilnehmen. Seit September ist Stephanie Heß Direktorin der Eider-Treene-Schule mit Außenstelle in Friedrichstadt. Nun war es also Zeit für die offizielle Amtseinführung.

Der stellvertretende Schulleiter Mark Harslem ließ den Humor in seiner Ansprache nicht zu kurz kommen: „Am 220. Tag nach Amtsantritt darf man noch von neuer Schulleiterin sprechen – denn was sind schon 220 Tage verglichen mit den noch verbleibenden rund 8500 Tagen bis zur Pensionierung. Liebe Stephanie, ein gutes halbes Jahr mit dir als Kapitän am Ruder ist rum – und du bist nicht sofort wieder von Bord gegangen. Das werte ich als ein positives Signal für unser Kollegium. Du nimmst unsere Ressourcen wahr, setzt hier und da neue Ziel-Koordinaten und gibst strukturierte Impulse zur Perfektionierung der fachlichen Expertise in der gesamten Crew. “ Seitens des Personalrates betonte Benno Schepp: „Unsere neue Chefin ist niemand, die hier alles verändern will, sondern jemand, der uns mitnehmen will. Und sie weiß, dass man das Kollegium mit Zwiebelmettbrötchen an einen Tisch bekommt.“ Im Namen des Kollegiums überreichte er einen Korb „Süßes“. Da passte der von der Band „Animal Beak Birds“ intonierte Klassiker „Sweet Dreams are made of this“ bestens. Das Trio aus Schülern des zehnten und zwölften Jahrgangs unterhielt mehrfach und erntete reichlich Beifall.

Der stellvertretende Bürgervorsteher Andreas Berg, der selbst Lehrer an der dänischen Schule ist, erinnerte daran, dass man in Tönning große Kraftanstrengungen unternommen habe, um moderne und gut ausgestattete Rahmenbedingungen zu schaffen. „Eine weitere Herausforderung besteht auf dem Gebiet der Inklusion. Ein Themenfeld, das sehr ideologisch diskutiert wird – zum Teil auch an den Bedürfnissen der Kinder und Fachleute vorbei. Bemerkbar ist zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Politik offenbar verstanden hat, dass die Schulen eine Verschnaufpause brauchen. Gefühlt ist es das erste Mal, dass bemerkt wurde, dass Veränderungen Zeit brauchen.“ Er nannte die Kinder kleine Diamanten, die es zu veredeln gelte, und sprach vom Privileg als Lehrer zu arbeiten. Als Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften freue es ihn, dass die Direktorin auch hier die Zusammenarbeit suche. Erste Schülerprojekte laufen an. Und weiter: „Ich möchte unserer neuen Schulleiterin Mut machen, in der Schule Denkanstöße zu geben, Missstände offen zu benennen – Anteil zu haben an dem, was bewegt. Es geht um unsere Kinder – es geht um Menschen und deren Zukunft. Es geht im Kern auch um uns.“ Andreas Berg wünschte ausdrücklich allen Mitarbeitern der Schule und das seien Schulleitung, Reinigungskräfte, Küchenpersonal, Hausmeister, Busfahrer, Pädagogen und auch Eltern, die zum Gelingen dieser Aufgabe beitragen, Spaß an ihrer Arbeit. „Nicht vom System zerrieben zu werden, ist eine Kunst. Jemandem sagen zu können, was er tun soll – ihm aber gleichzeitig auch nennen zu können, was er dafür nicht mehr tun soll - das ist die Herausforderung. Ich wünsche mir für unsere Schulleiterin und die Lehrkräfte, dass sich die Vorgesetzten in unruhigen Zeiten nicht wegducken, sondern das Visier herunterklappen und gemeinsam losziehen.“

Über ein Studium in Kiel und Lehrtätigkeiten in Nordrhein-Westfalen kam die gebürtige Dithmarscherin Stephanie Heß (43) in die Eider-Stadt. Sie betonte: „In gänzlich neuem Fahrwasser zu schwimmen – noch dazu auf einem mir fremden Schiff und obendrein auf der Kommandobrücke – das ist schon eine Herausforderung. Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit in unserem Team und mit beiden Häusern. Zwischenmenschlich fühle ich mich gut aufgehoben, beruflich fühle ich mich herausgefordert, aber gut angekommen.

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