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Husumer Nachrichten

18. Dezember 2017 | 02:10 Uhr

Tourismus : Husums Übernachtungszahlen steigen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch wenn es bisher kein Traum-Wetter gab: Bei der Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH verbucht man trotzdem positive Trends.

von
erstellt am 21.Aug.2017 | 13:00 Uhr

Urlaubsgäste, die das vergangene Wochenende in der Storm-Stadt verbracht haben, mussten schon mit einer ordentlichen Portion Optimismus gesegnet sein, um während der Starkregen-Perioden die Hoffnung auf die Sonnenstunden nicht aufzugeben. Geht es um den Sommer insgesamt, hätte sich auch Jutta Albert, Chefin der Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH), ein paar Sonnentage mehr gewünscht: „Der Husumer Sommer hätte insgesamt gern etwas hochsommerlicher sein dürfen, aber viele Husum-Gäste sind ‚wetterfest‘“. Regnerisches Wetter über mehrere Tage würde allerdings spontane Urlaubsgäste abhalten, sich spontan für ein Ziel an der Nordsee zu entscheiden. Gleiches gelte für Ausflugsgäste, die bei regnerischem und zugleich kühlem Wetter entweder zuhause oder in ihren Ferienwohnungen bleiben. „So gehen wir davon aus, dass es vor allem die Husumer Außengastronomie in diesem Sommer schwer hat“ so Albert weiter. Allerdings: Klagen möchte sie nicht. „Insgesamt sind wir aber mit dem Saisonverlauf zufrieden und außerdem ist der Sommer noch nicht vorbei und auch der September und Oktober können ja noch schön werden.“


Die amtliche Statistik


Die amtliche Statistik für dieses Jahr lässt den Sommer noch außen vor – hier lässt sich nur ein Trend für die Winter- und Frühlingsmonate ablesen. Wichtig ist hierbei, dass Betriebe mit weniger als zehn Betten in dieser Statistik nicht mitgerechnet werden. So oder so: Die Zahlen sehen gut aus. Bis Mai dieses Jahres ist die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent gestiegen – ein Spitzenwert für die Storm-Stadt, weiß Albert. Geht es um die Gästezahl, liegt Husum auf dem Westküsten-Festland weiterhin auf Platz drei hinter Sankt Peter-Ording und Büsum. Zudem bleibe die Aufenthaltsdauer stabil – im Schnitt verbringen die Urlauber 2,3 Tage in Husum.


Daten der Zimmervermittlung


Ein Blick auf die Daten der Zimmervermittlung Husum zeigt, dass bei den Quartieren, die weniger als zehn Betten anbieten (beispielsweise Ferienwohnungen) die Bleibedauer noch höher ist. Nach jetzigem Stand sind die Gäste in diesen Unterkünften zwischen Juni und August dieses Jahres durchschnittlich 5,8 Tage geblieben. „Das klassische Muster der Urlaubsreisen ‚von Samstag bis Samstag‘ ist allerdings rückläufig. Bei der TSMH stellen wir fest, dass Anreisen inzwischen rund ums Jahr und an allen Wochentagen erfolgen“, erklärt Albert. Auch kurze Aufenthaltswünsche in Ferienwohnungen – also ein oder zwei Tage – seien keine Seltenheit.


Was wollen die Gäste?



„Husum ist für viele Gäste ein attraktiver Standort, um nicht nur die Stadt zu erkunden, sondern die gesamte Region zu entdecken“, erklärt Albert. So würden die Besucher in der Tourist Information nicht nur häufig nach Wattwanderungen und Erlebnissen rund ums Wattenmeer und die Nordsee, wie beispielsweise nach Schiffsausflügen, fragen, sondern seien auch an anderen Ausflugszielen interessiert.

„Von großer Bedeutung sind auch Gäste aus dem Ausland, denn gerade diese besuchen die Nordsee in Schleswig-Holstein häufig zum ersten Mal und kommen dann, vor allem aufgrund der zentralen Lage, besonders gern nach Husum, um die Region erstmalig kennen zu lernen“, sagt Albert, „neben Gästen aus Dänemark und aus anderen skandinavischen Ländern haben wir in diesem Jahr besonders viele französischsprechende Gäste in der Tourist Information begrüßt.“

Obwohl sich Urlauber im Internet über vieles informieren können, werde die Beratung der Gäste immer intensiver. „Zum einen wollen die Gäste vieles sehr detailliert wissen, zum anderen erwarten sie in Husum Auskunft, die sehr weit über das Stadtgebiet hinausgeht“, erläutert die Tourismus-Direktorin. „So wird beispielsweise nicht nur nach den Anreisemöglichkeiten zum Nolde-Museum gefragt, sondern wir erleben es auch, dass eine tiefe Ortskenntnis über andere Standorte erwartet wird – von Esbjerg bis Hamburg.“

Zufrieden ist man bei der TSMH mit der Nutzung des eigenen Buchungssystems: Bis Mitte August hätten darüber diesen Sommer drei Prozent mehr Übernachtungen vermittelt werden können als im gleichen Zeitraum 2016. „Besonders erfreulich ist dabei, dass die Anzahl der mitreisenden Kinder bei den über die TSMH gebuchten Übernachtungen in den letzten zwei Jahren um ein Drittel angestiegen ist. Sollte sich dieser Trend in den nächsten Jahren weiter verstetigen, deutet dies darauf hin, dass es uns in Husum gemeinsam zunehmend besser gelingt, auch Familien zu überzeugen, zu uns zu reisen“ berichtet Albert.



Was für den Gast wichtig ist



Damit Urlauber Husum zufrieden verlassen, ist ein guter Service in den verschiedensten Bereichen unumgänglich, ist Albert überzeugt. Dazu gehöre auch die Verkehrsinfrastruktur bei der Anreise mit dem Auto oder der Bahn, aber auch die Qualität der hiesigen Radwege, da Radfahren zu den beliebtesten Aktivitäten bei einem Urlaub in Husum und Umgebung zählt. Auch bei der Qualität der Unterkünfte, der Gastronomie, der Bademöglichkeiten oder der Internetqualität würden Urlaubs- und Tagesgäste einen guten Standard schlicht voraussetzen. „Angebote wie WLAN in den Ferienobjekten, Internetseiten mit umfassenden und aktuellen Informationen, egal ob Kultur- oder Freizeiteinrichtungen, Gastronomie oder Einzelhandel, die mit mobilen Endgeräten wie Smartphones optimal angezeigt werden, oder eine ansprechende Qualität der Badeinfrastruktur werden in Urlaubsorten schlichtweg erwartet, sind aber natürlich auch für den Einheimischen ein Mehrwert“, so Albert. „Potenzielle Gäste reisen in ihrem Leben ja nicht nur nach Husum, sondern auch an viele andere Orte und haben zudem heute durch die Online-Medien viel mehr als noch vor einigen Jahren, bereits vor der Urlaubsentscheidung, aber auch vor Ort, gute Informations- und Vergleichsmöglichkeiten.“ So würden mehr als 50 Prozent die Internetseite www.husum-tourismus.de über das Handy oder Tablet besuchen.

Jeder Betrieb sei daher gefordert, sich
den digitalen Herausforderungen zu stellen. Denn: „Husum steht bei der Urlaubs- oder Tagesausflugsentscheidung im knallharten Wettbewerb um die Gunst des Gastes.“

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